Angehörige von toter Jennifer (26):  "Alles spricht für Mord"

Schwiegervater im Visier

Angehörige von toter Jennifer (26): "Alles spricht für Mord"

Warten auf 2. Gutachten - kommt es jemals zum Prozess?

Wie verdächtig kann man sich noch benehmen – und kommt trotzdem davon? Diese Frage stellt sich im Fall von Jennifer V. aus Wörgl, deren Leiche tot im Inn aufgefunden wurde. Ihr Schwiegervater war definitiv der Letzte, der sie gesehen, abgeholt und angeblich nach Brixen im Thale gebracht hat. Die Frau und Mutter zweier Kleinkinder verschwand – und der Schwiegervater kaufte zwei Wertkartenhandys, mit denen er diverse SMS im Namen von Jennifer an deren Familie in München verschickte – „Macht euch keine Sorgen“, „Ich habe einen neuen Mann kennengelernt und melde mich bald“.

Indizien. Mehrmals soll der 42-Jährige (für ihn gilt die Unschuldsvermutung) bei Befragung durch die Polizei gelogen haben. Doch das Gericht entließ ihn zweimal wieder aus der U-Haft. Eine Beschwerde dagegen läuft – doch viele fürchten ein reines Indizienverfahren oder dass es gar nicht zum Prozess kommt – weil der Hauptverdächtige sich bis dahin abgesetzt hat.

Das Problem für handfeste Beweise: Da die Tote mehr als 50 Tage im Wasser gelegen hatte, fanden sich bei einer ersten Beschau keine Spuren von Gewalteinwirkung. Ein zweites Gutachten in Graz wird mit Spanung erwartet. (kor)



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