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"Blöde Bemerkung"

Angst vor Amoklauf an Grazer Gymnasium

Aus Angst vor einem Amoklauf blieben die Schüler dem Unterreicht fern.

Die angebliche Androhung eines Amoklaufs hat am Mittwoch in einem Grazer Gymnasium für Aufregung gesorgt. Schüler blieben aus Angst vom Unterricht fern, verunsicherte Eltern holten ihre Kinder von der Schule ab. Die Polizei gab Entwarnung: Es dürfte sich um eine "blöde Bemerkung" gehandelt haben, wenngleich diese von Mitschülern durchaus als Drohung zu verstehen gewesen sei.

"Deppert geredet"
Der Fall war schon beinahe bei den Akten, nach einer Hausdurchsuchung war der 16-jährige Droher am Mittwoch bei der Polizei vorgeladen und versuchte, das - wie er meinte - Missverständnis aufzuklären: Er habe ein Buch über einen Amoklauf in den USA gelesen, im Zuge von Gesprächen darüber sei es angeblich zu einer "blöden Bemerkung" gekommen, die von Mitschülern als Drohung aufgefasst worden sei. Eine Überprüfung der Polizei ergab, dass von dem Jugendlichen keine Gefahr ausgehe, aber "deppert geredet hat er sicher", so Alois Eberhart vom Landeskriminalamt.

Kosten für Polizeieinsatz
Dennoch machte die Nachricht von dem angeblich geplanten Amoklauf via SMS, Email und Telefon die Runde und sorgte am Mittwoch für Aufregung, ehe der Sachverhalt aufgeklärt werden konnte. Der Schuldirektor rechtfertigte gegenüber dem ORF die Einschaltung der Polizei, zumal derartige Situationen immer wieder unterschätzt worden seien. Im Gegenzug gab er an die Adresse der Schüler den Rat, sie mögen sich genau überlegen, was sie sagen und sollten sich bewusst sein, "dass so manche coole Äußerung bedenklich ist". Laut Eberhart wurde der Schüler angezeigt und die Staatsanwaltschaft informiert. Außerdem wird er bzw. seine Eltern für den Polizeieinsatz aufkommen müssen.



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