Fußfessel-Skandal

Anklage fordert härtere Strafe

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Sex-Täter bald ganz frei - sein Opfer ist verzweifelt.

Es war ein Schlag ins Gesicht für das Opfer von Heribert B. (51). Erst musste die heute 22-jährige Sabine K. (Name geändert) miterleben, wie ihr Peiniger statt einer Haftstrafe die Fußfessel bekam und jetzt wird der verurteilte Vergewaltiger die auch noch los. Denn das Landesgericht in Salzburg entschied am Mittwoch für den ehemaligen Hundetrainer und erließ ihm zwei Monate seiner halbjährigen Fußfessel-Strafe. Doch damit nicht genug. Zwar hat Heribert B. nach Ablegen seiner elektronischen Fessel noch eine dreijährige Bewährungszeit zu überstehen, doch die ohne Auflagen.

Keine Auflagen für den verurteilten Sex-Täter
Damit war das Maß auch für die Staatsanwaltschaft voll. Sie fordert eine härtere Strafe. „Im konkreten Fall wurden keine Bewährungsauflagen für die Dauer der Probezeit verhängt“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Marcus Neher. Wenn es jedoch nach der Anklage geht, dürfte sich das bald ändern: „Bei den Maßnahmen könnte es sich um eine spezielle Therapie handeln oder auch eine Bewährungshilfe, bei der er sich regelmäßig melden muss.“ Darüber soll das Oberlandesgericht jetzt bis spätestens 15. März entscheiden. Das Opfer Sabine K. macht sich keine Hoffnungen mehr: „Ich habe mein Vertrauen in die Justiz verloren.“

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