Weißmann-Chats

Heute Showdown um den ORF

FPÖ knüpft sich heute Babler vor ++ Hochspannung vor Stiftungsrats-Sitzung 

Affäre. Seit Anfang dieser Woche gehen in der ORF-Causa um Ex-Chef Roland Weißmann wieder die Wogen hoch. Die Wochenzeitung „Falter“ hat jene Chats, die Weißmann an eine ORF-Mitarbeiterin geschickt hat, veröffentlicht. Deren Inhalt war für Interims-ORF-Chefin Ingrid Thurnher „verstörend“ – Weißmann selbst kündigte eine Klage an.

Heute kommt es daher gleich zwei Mal zum Showdown um die ORF-Affäre – im Parlament und im Stiftungsrat:

  • Die FPÖ „grillt“ in der „Aktuellen Stunde“ zu Beginn der Parlamentssitzung Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ). Der griffige Motto: „Drogen, Mobbing, Gagen-Exzesse. Der ORF verkommt vom Leitmedium zum Schandfleck.“ Rund 40 Minuten wird es im Nationalrat am Wiener Ring heiß hergehen – zuletzt hatte FPÖ-Chef Herbert Kickl ja Drogentests für die ORF-Mitarbeiter wegen der angeblichen Kokain-Vorwürfe gegen ORF-Mitarbeiter (oe24 berichtete) gefordert. Stiftungsrat befasst sich mit Compliance
  • Am Küniglberg, wo das ORF-Zentrum liegt, wird es ebenso spannend: Die Stiftungsratssitzung steht am Programm – nicht nur soll Ingrid Thurnher als ORF-Generaldirektorin offiziell bestellt werden – auch der Streit um den Compliance-Bericht über die Vorwürfe gegen Weißmann wird erneut hochkochen. Hier kommt es zum Showdown der Anwälte – einerseits jenes des Berichts: Anwalt Christopher Schrank („Keine Belästigung“), und andererseits jenes des Stiftungsrats: Roland Gerlach („Klare Belästigung!“)

Wahl. Auch könnte die Vorverlegung der ORF-Wahl für die nächste Führungsperiode ab 2027 diskutiert werden. Neben dem von der FPÖ entsandten Stiftungsrat Peter Westenthaler wollen auch Stiftungsräte aus dem ÖVP- „Freundeskreis“ einen Antrag auf Vorverlegung auf den 11. Juni (statt 11. August) einbringen. Argumentiert wird mit der „außergewöhnlichen Situation“ des ORF.

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