Interimistische ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher als Favoritin - Diskussion über Vorverlegung der ORF-Wahl für eigentliche nächste Periode auf Juni
Wien. Der ORF-Stiftungsrat wählt am Donnerstag, wer bis Ende 2026 an der Spitze des ORF steht. Als Favoritin gilt Ingrid Thurnher, die nach dem Rücktritt von Roland Weißmann als ORF-Generaldirektor im März bereits mit der interimistischen Führung der Geschäfte betraut worden ist. Insgesamt haben sich elf Personen für den Chefposten beworben, darunter auch der deutsche Medienmanager Felix Kovac. Für die Bestellung ist eine einfache Mehrheit im 35-köpfigen obersten ORF-Gremium nötig.
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Die Wahl für die eigentliche nächste fünfjährige ORF-Generaldirektorenperiode ab 2027 ist für 11. August angesetzt. Allerdings könnte sich das noch ändern, wollen doch Stiftungsräte aus dem ÖVP-"Freundeskreis" und der von der FPÖ entsandte Stiftungsrat Peter Westenthaler Anträge auf eine Vorverlegung der Wahl auf 11. Juni in der Sitzung einbringen. Die Ausschreibung für den Posten erfolgt jedenfalls in rund einer Woche. Abseits der gegenwärtigen und künftigen Wahl beschäftigt die Gremienmitglieder auch die Causa Weißmann, welche die Suche nach einer neuen Geschäftsführung für die acht Monate bis Jahresende erst auslöste. Thema könnte auch eine Resolution des ORF-Redaktionsausschusses werden, der vier Stiftungsratsmitgliedern das Misstrauen ausgesprochen hat.