Autobahn: Schüsse auf 
Lkw-Fahrer

Irrer Sniper auf A 1

Autobahn: Schüsse auf 
Lkw-Fahrer

Ein Wahnsinniger hat zwei Mal auf das Führerhaus eines Lkw geschossen.

Er fährt seit 24 Jahren Sattelzüge und hat so ziemlich alles erlebt. Jörg B. (46) wurde als Lebensretter nach schweren Unfällen sogar zum „Held der Autobahn“ gekürt. Doch jetzt hat der Familienvater erst einmal genug von seinem Traumjob: Am Montagabend wurde sein Scania-Truck auf der Westautobahn beschossen. Der Schock sitzt tief.

Hinterm Steuer in
 Deckung gegangen

Es ist 19.45 Uhr, als Jörg B. die Autobahnausfahrt Laakirchen West passiert. Er ist mit seinem leeren Sattelzug in Richtung Wels unterwegs, soll dort am ÖBB-Terminal Papierrollen laden. „Plötzlich hat es zwei Mal gekracht, ich bin hinterm Steuer in Deckung gegangen, habe gebremst“, schildert der Trucker die dramatischen Augenblicke.

Der Schütze stand
auf einer Brücke

Seine Frau hörte die Schüsse mit, die beiden hatten gerade über Freisprecheinrichtung miteinander telefoniert. Auch sie ist fassungslos und steht unter Schock.

Die Projektile lassen die Frontscheibe des Scania platzen, durchschlagen sie zum Glück nicht. Vermutlich hat der wahnsinnige Schütze aus einer Entfernung von etwa einem Kilometer auf den fahrenden Lkw gefeuert. „Dort ist eine Fußgängerbrücke über die Autobahn“, sagt Jörg B.

Er hat Anzeige bei der Polizei erstattet. „Die Beamten gehen vorerst von einem Kleinkalibergewehr aus, die Ermittlungen laufen“, so der Lkw-Fahrer. Jörg B. hat sich nach diesem Erlebnis erst einmal krankgemeldet.

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