Bootsunglück wird zu Skandal des Bundesheeres

Drama beim 'Girls Camp'

Bootsunglück wird zu Skandal des Bundesheeres

Das Bootsunglück auf der Donau mit zwei Opfern wird zum Skandal des Bundesheeres.

NÖ. Sophie K. (17) aus Wien und Natalie T. (22) aus Niederösterreich kämpfen weiter um ihr Leben. Es sind die beiden jungen Frauen, die vor über drei Wochen während eines Schnuppertages mit einem Boot des Bundesheeres auf der Donau bei Hainburg kenterten. Wenn stimmt, was der ORF jetzt herausgefunden hat, weitet sich der mutmaßliche Unfall zu einem klassischen Skandal des Bundesheeres aus. Demnach haben Soldaten vor Ort 40 Minuten lang nicht einmal mitbekommen, dass die jungen Frauen nach dem Kentern des Pionierbootes vermisst wurden.


In Erklärungsnot gerät nun ausgerechnet Oberst Michael Bauer, der Sprecher des Verteidigungsministeriums, der sich nach dem Unglück schnell und offensiv um öffentliche Aufklärung bemüht hatte. Die Darstellung, dass ein großes vorbeifahrendes Schiff hohe Wellen verursacht hatte, die zum Kentern des Pionierbootes geführt hatten, lässt sich wohl nicht mehr halten. Laut ORF war kein Schiff zum Zeitpunkt des Dramas im entsprechenden Flussabschnitt unterwegs.

Niemand vermisste sie

Schlimmer noch: Es sind Fotos aufgetaucht, die rauchende Soldaten zeigen, die teilnahmslos herumstehen, währen die Frauen unter dem Boot lagen. Sie haben sich offensichtlich nicht an einer Suche beteiligt, weil Sophie K. und Natalie T. nicht vermisst wurden.

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