Doppelmord und Suizid im Burgenland

Ehefrau voraussichtlich erwürgt

Doppelmord und Suizid im Burgenland

59-Jähriger hatte Ehefrau und Mutter jahrelang gepflegt. Polizei geht von Überlastung als Motiv aus, weil die Pflegerin aus Rumänien aufgrund der Coronakrise nicht mehr kam.

Lutzmannsburg. Der 59-jährige Mann, der am Mittwochabend in Strebersdorf (Bezirk Oberpullendorf) seine 64-jährige Frau und seine 92-jährige Mutter getötet und anschließend Selbstmord begangen haben soll, dürfte die Frauen mit bloßen Händen erwürgt haben, sagte Polizeisprecher Heinz Heidenreich am Donnerstagnachmittag zur APA. Der Mann habe die Frauen jahrelang gepflegt. Man gehe von Überlastung als Motiv aus.
 
Der 59-Jährige dürfte seine Ehefrau und seine Mutter nacheinander in ihren Betten in getrennten Schlafräumen, in denen Polizisten die Opfer später auch aufgefunden haben, erwürgt haben. "Die eine dürfte von der anderen nichts mitbekommen haben", sagte Heidenreich.
 
Beide Frauen seien Pflegefälle gewesen, der Mann habe sich seit mehreren Jahren um sie gekümmert. Die Familie habe auch eine Pflegerin aus Rumänien gehabt, die aber aufgrund der Coronakrise nicht mehr gekommen sei, bestätigte Heidenreich Medienberichte. Das Tatmotiv dürfte Überlastung mit der Pflegesituation gewesen sein.

Es werde wohl keine Obduktion angeordnet. Derzeit würden die Ermittlungen zwar noch laufen, der Fall dürfte laut Polizei aber bald abgeschlossen werden.
 

Telefonseelsorge

Wenn Sie unter Selbstmordgedanken oder Depressionen leiden, dann kontaktieren Sie die Telefonseelsorge unter der Nummer 142 ( täglich 0-24 Uhr erreichbar).

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