Burkini-Verbot in immer mehr Freibädern

Aus "Gründen der Hygiene"

Burkini-Verbot in immer mehr Freibädern

Bäderbetreiber führen "hygienische Gründe" für das Burkini-Verbot ins Treffen.

Das Neuwaldegger Bad in Wien-Hernals sorgt zum Start der Saison für Aufsehen: Frauen im Burkini dürfen hier nicht baden. Offizieller Grund: Die Hygieneordnung würde dies nicht zulassen.

Michael Dolezel vom Neuwaldegger Bad erläutert im Gespräch mit ÖSTERREICH: "Es ist bei uns aus hygienischen Gründen vorgeschrieben, vor dem Schwimmen zu duschen. Sich beispielsweise unter den Achseln zu waschen, ist in einem Burkini aber wahrscheinlich schwer möglich.“ Im Neuwaldegger Bad wurde bisher erst einmal eine verschleierte Frau gesehen. Sie sei in den Damenbereich verwiesen worden.

Das Burkaverbot gilt fürs Schwimmen im Becken

Und Dolezal weiter: "Wir weisen niemanden an der Kassa ab, der verschleiert ins Bad kommen will. Das Verbot gilt nur für das Schwimmen im Becken und betrifft auch nicht ausschließlich Burkinis."

Ortsübliche Bekleidung auch in NÖ-Bädern Pflicht

Doch nicht nur in Wien-Hernals sind Burkinis verboten. Auch im Wachaubad Melk und in Kirchberg an der Pielach ist "ortsübliche Bekleidung" im Becken Pflicht.

Kontrapunkt Wiener Badeschiff lädt Burkini-Trägerinnen zum Gratis-Baden ein

Das Badeschiff am Wiener Donaukanal hat sich eine besondere Aktion ausgedacht. Um ein Zeichen für Toleranz zu setzen, sollen Frauen im Burkini die ganze Saison gratis schwimmen können, heißt es in mehreren Medienberichten.

Bereits letztes Jahr setzte sich das Freibad für Burkini-Trägerinnen ein. Unter dem Moto "Schwimmen, wie es uns gefällt" fand damals ein Flashmob statt.

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Hier ein Bild von dem letztjährigen Flashmob vor dem Badeschiff am Wiener Donaukanal.

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