Dürre: Mehr als 100 Millionen Euro Schäden

chronik

Dürre: Mehr als 100 Millionen Euro Schäden

Artikel teilen

Landwirte in ganz Österreich beklagen die Dürreperiode. Es gibt Ausfälle bis 90 Prozent.

"Wir haben durch die Hitzeperiode bis zu 90 Prozent Ernteausfall, Tendenz steigend. Es hat einfach zu lange nicht geregnet, wir haben keine Alternativen“, klagt Landwirt Hans Helmut Rauh aus Theresienfeld in Niederösterreich gegenüber ÖSTERREICH. Rauh baut Buchweizen, Hirse, Linsen und Dinkel an und versorgt Hofer, Billa und Spar, aber „heuer kann ich die Verluste wegen der Dürre nicht mehr wettmachen“.

Kartoffel & Co. Wie Rauh geht es den meisten Bauern. Die extreme Dürre (mit bis zu 50 Prozent weniger Niederschlag in Ostösterreich) führt zu massiven Einbußen. Laut Landwirtschaftskammer sei vor allem der Anbau von Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais, Sojabohnen und Kürbis am stärksten betroffen. „Es wird mit jedem Tag schlimmer“, heißt es aus Oberösterreich. Die Schäden liegen bei mehr als 100 Mio. Euro.

Dürre auch im Ausland
Ausgerechnet das größte Ölivenöl-Exportland Spanien muss wegen wetterbedingter Ernteausfälle Olivenöl importieren. Die Monate April und Mai seien sehr heiß gewesen, was die Blüte beeinträchtigt habe, sagte der Generalsekretär des spanischen Verbands der Olivenöl-Produzenten, Enrique Delgado, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Deswegen falle ein Teil der Ernte aus.

Wegen der derzeitigen Hitze in Südspanien verschärfe sich die Lage weiter: "Die Oliven sind leichter und ergeben weniger Öl." Insgesamt müssten dieses Jahr wahrscheinlich 170.000 Tonnen Olivenöl importiert werden.

Wegen der Rekordtemperaturen und der Trockenheit hat in Italien letzte Woche bereits die Weinernte begonnen. Seit dem Hitzesommer im Jahr 2003, als die Weinernte in den meisten italienischen Regionen schon am 2. August begonnen hatte, haben Winzer noch nie so früh mit der Weinlese begonnen.
 

OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten
OE24 Logo