Brutale Szenen mitten in Wien
Einbrecher schießt Polizisten nieder
Schusswechsel in Hütteldorf
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Gerüchte um Polizisten
Der lebensgefährlich Verletzte wurde mit einem Notarzthubschrauber ins AKH geflogen und notoperiert. In sozialen Medien kursierende Meldungen über sein angebliches Ableben wies die Polizei auf Nachfrage in den Nachtstunden als inhaltlich unrichtig zurück. Der zweite schwerverletzte Polizist wurde ebenfalls stationär behandelt, Lebensgefahr bestand für ihn aber keine.
Gefährliche Suche
Der Schütze konnte vom Tatort flüchten. Die Polizei riegelte den Tatort weiträumig ab – Spezialeinheiten der Wega, ein Panzer und ein Hubschrauber rückten an. Wega-Leute stellten den Flüchtenden im Stiegenhaus des Gebäudes, in dem sich der Supermarkt befindet.
Dort wurde er von Beamten der WEGA kurz darauf gestellt. Der Mann eröffnete erneut das Feuer auf die Polizei und kam bei dem darauffolgenden zweiten Schusswechsel ums Leben. Bei dieser Schussabgabe wurden keine Polizisten verletzt. Die beiden schwer verletzten Polizisten wurden sofort in ein Krankenhaus gebracht, ein Beamter befindet sich derzeit in kritischem Zustand und schwebt in Lebensgefahr. Der zweite angeschossene Polizist befindet sich außer Lebensgefahr und ist ansprechbar.
Gefesselte Frauen
Indessen drangen Beamte in den Supermarkt ein – unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen, da es Gerüchte um einen zweiten Täter und eine Geiselnahme gab. Den zweiten Schützen gab es zum Glück nicht, wohl aber die Geiseln: Zwei gefesselte Mitarbeiterinnen konnten geschockt, aber unverletzt befreit werden. Eine dritte Mitarbeiterin hatte sich offenbar bei einem Sturz verletzt. Beim Einsatz wurde noch eine Polizistin leicht verletzt.
Täter
Beim Täter handelte es sich um einen 49-jährigen Bosnier. Dieser war bereits zuvor mehrfach wegen Gewaltdelikten auffällig gewesen. Der Mann war mit einer Faustfeuerwaffe mit Schalldämpfer bewaffnet. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft mögliche Verbindungen des Täters mit früheren Delikten.
Psychologische Betreuung
Polizeipsychologen sowie speziell ausgebildete „Polizei-Peers“ des Psychologischen Dienstes des Innenministeriums betreuen sämtliche vom Einsatz betroffenen Polizisten seit der ersten Stunde. Sie begleiten aktuell ebenso die verletzten Beamten sowie deren unmittelbare Kollegen und Kolleginnen.
Tanja Kristen, Roland Kopt
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