Innerhalb weniger Tage hat das österreichische Bundesheer zweimal US-Aufklärungsflugzeuge im heimischen Luftraum abgefangen. Die Eurofighter zwangen die ungenehmigten Maschinen zum Abdrehen.
Das Bundesheer hat am Sonntag und Montag auf Vorfälle im Luftraum reagiert. Österreich hat in den vergangenen Tagen zweimal Flugzeuge der US-Luftwaffe abgefangen, da mindestens zwei amerikanische Maschinen des Typs PC-12 ohne die notwendigen Genehmigungen unterwegs waren.
Die US-Luftwaffe nutzt diesen Flugzeugtyp üblicherweise für die Aufklärung und Überwachung. Piloten des österreichischen Bundesheeres fingen die US-Flugzeuge mit Eurofightern ab. In der Folge drehten die PC-12-Maschinen um und flogen nach München zurück. Über diesen Vorgang berichtete das Schweizer Online-Medium "20 Minuten".
Vorfall im Toten Gebirge
Bereits am Sonntag kam es zum ersten Vorfall. Zwei US-Maschinen befanden sich im Gebiet der Gebirgsgruppe "Totes Gebirge" in Oberösterreich, ohne dass eine entsprechende Genehmigung vorlag. Am Montag entdeckten die zuständigen Behörden erneut zwei Flugzeuge der US-Luftwaffe.
Unklarheit über zweite Genehmigung
Diese Maschinen wurden ebenfalls von Eurofightern abgefangen. Michael Bauer, Sprecher des Bundesministeriums für Landesverteidigung, teilte den Einsatz auf der Plattform X mit. Es blieb jedoch zunächst unklar, ob die Flugzeuge am Montag den österreichischen Luftraum ebenfalls ohne eine gültige Überfluggenehmigung durchquerten.
Neutralität und gesetzliche Basis
Österreich gilt als neutraler Staat und ist durch das Neutralitätsgesetz von 1955 dazu verpflichtet, keinem militärischen Bündnis beizutreten. Das Gesetz untersagt zudem die Stationierung ausländischer Truppen auf österreichischem Boden.