urteil

Verurteilt

Ex-Freundin erkennt Bankräuber an O-Beinen

Der Oberösterreicher muss für drei Jahre und sechs Monate in Haft.

Ein 55-jähriger Oberösterreicher ist am Donnerstag im Landesgericht Ried im Innkreis zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Angeklagt war er wegen eines Bankraubes und zweier Versuche. Seine Ex-Freundin hatten ihn in einem Fall auf Überwachungsbildern eindeutig aufgrund seiner Statur und seiner O-Beine erkannt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

"War nur Spaß"
Der Angeklagte, der seit Juli in Untersuchungshaft sitzt, gab die beiden versuchten Banküberfälle zu. In Bad Füssing in Bayern und in Ried im Innkreis in Oberösterreich war er im März und Juli diesen Jahres leer ausgegangen. Die Bankangestellten hatten sich schlicht geweigert, ihm Geld zu geben. Beim Versuch im Innviertel hatte er gesagt: "Es war nur Spaß", bevor er das Geldinstitut verließ. Maskiert war er jeweils mit Sonnenbrille und Kapuze, bewaffnet mit einer Spielzeugpistole.

Nicht nachgewiesen werden konnte ihm der Raub im Oktober 2009 ebenfalls in Ried. Damals war ein Täter in gleicher Aufmachung wie der Angeklagte bei den beiden Versuchen in die Bank gekommen. Er hatte ein Plastiksackerl mit einer Schuhschachtel mit und behauptete, darin sei eine Bombe. So erbeutete er 5.500 Euro. DNA-Spuren konnten dem 55-Jährigen nicht eindeutig zugeordnet werden. Auch die Ex-Freundin war sich in diesem Fall nicht sicher, ob ihr früherer Partner der Bankräuber sei. Darum wurde er in diesem Fall freigesprochen.

Spielschulden
Der Mann war ein Spieler, hatte 80.000 Euro Schulden und im März 2009 seinen Job verloren. Aus einer früheren einschlägigen Verurteilung, die er aufgrund einer Amnestie nicht vollständig absitzen musste, waren noch ein Jahr und fünf Monate Haft offen. Damit ergab sich für den Verurteilten eine Gesamtstrafe von vier Jahren und fünf Monaten. Sein Verteidiger hat berufen, die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgegeben.



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