Felssturz Tirol

Tirol

Fels trifft Auto

Riesenglück: Keiner verletzt - Schon dritter Vorfall dieses Jahr

Dieser Frühling ist extrem: Zum wiederholten Mal schon kracht Gestein gefährlich ins Tal. So auch wieder am Montagvormittag auf der Jerzner Landesstraße: Fünf Kubikmeter Steine donnerten laut krachend zwischen Arzl/Ried und Leins auf den Asphalt. Die Straße wurde sofort gesperrt und das bleibt sie bis Mitte nächster Woche, erklärt Michael Strigl vom Baubezirksamt Imst: „25 Kubikmeter Steine liegen noch im Gelände im Abbruchbereich.“ Das ganze lockere Material muss zuerst weggeräumt werden, damit keine Gefahr mehr besteht.

Fels war stark zerklüftet: Wasser sprengte Gestein
„Wir haben nach der Begehung festgestellt, dass die abgebrochene Felswand relativ stark zerklüftet und zerrissen ist“, erklärt Strigl. Und genau hier liegt die Unfallursache: Wasser dringt über das Jahr in die Felsritzen ein, friert und, wenn es wieder auftaut, wird das Gestein regelrecht gesprengt.
Schuld an der Serie von Felsstürzen ist vor allem der schneearme Winter: Dadurch konnte der Boden sehr tief frieren. Wenn er dann auftaut, löst sich das Gestein und donnert ins Tal. Verletzt wurde im Pitztal zum Glück niemand, weiß Strigl.
Das war auch bei zwei weiteren spektakulären Vorfällen so: Sowohl am 17. März in Fließ (siehe rechts), als auch am 7. April in Gries gab es „nur“ Sachschäden. Dennoch ist die Sorge landesweit groß.



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