Im engsten Kreis

Flick in Velden beigesetzt

Der unlängst verstorbene Milliardär Friedrich Karl Flick ist heute in Velden am Wörthersee beerdigt worden.

Der im Alter von 79 Jahren verstorbene Milliardär und frühere deutsche Großindustrielle Friedrich Karl Flick ist am Mittwoch in Velden am Wörthersee beigesetzt worden. Zur Verabschiedung an der neu errichteten Gruft wurde nur der engste Familien- und Freundeskreis zugelassen.

Danach konnte die Öffentlichkeit bei einem Requiem im Klagenfurter Dom vom reichsten Mann Österreichs Abschied nehmen.

Prominente Trauergäste
Neben der Witwe Ingrid Flick und den sieben Jahre alten Zwillingen Victoria-Katharina und Karl Friedrich sowie zahlreichen Angehörigen der Familie Flick zeigten sich etliche Freunde. Unter ihnen waren Filmregisseur Carl Spiehs, Prinz Georg von Hohenzollern, Herzog Max von Bayern, Entertainer Franco Andolfo und der Münchner Feinkost-Spezialist Gerhard Käfer. Aus der Kärntner Politik waren Landeshauptmann Jörg Haider und Veldens Bürgermeister Ferdinand Vouk anwesend.

Bewegender Abschied
Die Trauerzeremonie wurde von Kärntens Superintendenten Manfred Sauer und dem katholischen Geistlichen Arnold Metnitzer geleitet. Nach der Trauerfeier in der von weißen und roten Rosen ausgeschmückten Kirche bewegte sich der Zug auf den Friedhof, wo sich Matthäus Lackner, Leiter des Flick'schen Forstgutes Rottenmann in der Steiermark, mit sehr persönlichen Worten von seinem Dienstgeber verabschiedete. Flick habe die Natur geliebt und jetzt "setzt die Natur den Schlussakkord in seinem Leben", meinte Lackner. Dann bliesen die Jagdhornbläser von Oppenberg dem verstorbenen leidenschaftlichen Jäger ein letztes Halali.

Anne-Sophie Mutter an der Geige
Am frühen Nachmittag wurden die Trauerfeierlichkeiten mit einem Requiem im Dom von Klagenfurt fortgesetzt. Weltstar Anne-Sophie Mutter hat beim Requiem ihre Geige erklingen lassen. Darüber hinaus hat der Schönberg-Chor mitsamt Orchester sowie Klaus Kuchling an der Orgel für die musikalische Gestaltung gesorgt. Danach waren die rund 300 Trauergäste in das eigens gemietete Klagenfurter Konzerthaus geladen

Hohe Sicherheitsvorkehrungen
Bereits in den frühen Morgenstunden sicherten Angehörige einer Security-Firma das Gelände rund um die Veldener Kirche und den nahe gelegenen Friedhof. Später gesellten sich Beamte der österreichischen Staatspolizei und uniformierte Polizisten dazu, um ungebetene Gäste fern zu halten. Wegen des erwarteten Medienrummels gab es bereits im Vorfeld der Beerdigung strikte Anweisungen der Familie Flick: Die sieben Jahre alten Zwillinge des Verstorbenen und seine Enkelkinder durften weder fotografiert noch gefilmt werden. Auch am Grab selbst waren Kameras nicht zugelassen.

Kein Streit um das Erbe
Die vier Kinder des vergangene Woche verstorbenen Milliardärs Friedrich Karl Flick werden "zu gleichen Teilen" erben. Dies teilte Flicks Vermögensverwalter Jörg-Andreas Lohr "um allen weiteren Spekulationen vorzubeugen" am Montag mit.

Witwe Ingrid ist versorgt
Damit wies Lohr Medienspekulationen zurück, wonach Flick in seinem Testament den Großteil seines auf mehr als 6 Mrd. Euro geschätzten Vermögens seinen siebenjährigen Zwillingen Viktoria Katharina und Karl Friedrich aus dritten Ehe vermacht habe und die Töchter aus zweiter Ehe Alexandra (32) und Elizabeth (37) nur den Pflichtteil erhalten sollen. "Seine Witwe, Frau Ingrid Flick, ist versorgt", so Lohr weiters.

Flick hat Mitte der 90-er Jahre seine Vermögensverwaltung von Düsseldorf nach Wien verlegt und damit hunderte Steuermillionen gespart.



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