"Nach einem psychiatrischen Gutachten wurde die Krisenintervention heute aufgehoben", sagte Salzborn.
Wien. Der am Münchner Oktoberfest beim Kokainkonsum erwischte frühere Burgschauspieler Florian Teichtmeister wird aus dem forensisch-therapeutischen Zentrum der Justizanstalt Wien-Mittersteig entlassen. Das bestätigte die Sprecherin des Landesgerichts Wien, Christina Salzborn, der APA am Montagnachmittag. "Nach einem psychiatrischen Gutachten wurde die Krisenintervention heute aufgehoben", sagte Salzborn. Teichtmeister muss sich jedoch weiter an gewisse Auflagen halten.
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Darunter fallen der Besuch einer Psychotherapie sowie eine psychiatrische Behandlung, eine Suchttherapie sowie Alkohol- und Drogenkarenz. Das Wiener Landesgericht hatte am 1. Oktober eine Festnahmeanordnung erlassen, nachdem man von der Münchner Polizei erfahren hatte, dass Teichtmeister beim Konsum von Kokain beobachtet worden war und zum Eigenkonsum weitere 0,88 Gramm eingesteckt hatte. Auf Anraten eines Sachverständigen war daraufhin eine Krisenintervention bis 28. Jänner angeordnet worden, um Teichtmeister mit einer entsprechenden Behandlung nachhaltig von seiner Sucht abzubringen.
Das Thema Drogen hatte bei Teichtmeisters Prozess insofern eine Rolle gespielt, als sie den gerichtlichen Feststellungen zufolge mitauslösend für die gesetzten Tathandlungen war. Der Ex-Schauspieler war in seinem Prozess neben der zweijährigen Bewährungsstrafe infolge einer gutachterlich attestierten psychischen Störung zusätzlich zur Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum verurteilt worden. Die Maßnahme wurde ihm ebenfalls bedingt nachgesehen, aber mit etlichen Auflagen verknüpft. Vor allem war Teichtmeister per Weisung zu absoluter Drogenabstinenz verpflichtet worden.