Nestlé hat weltweit mehrere Chargen der Säuglingsnahrung BEBA zurückgerufen. Auch Österreich ist davon betroffen.
Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat einen weltweiten Rückruf gestartet. Auch Österreich ist davon betroffen, wie eine Sicherheitsüberprüfung der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH) zeigt. Demnach wurden in zwei Produktchargen geringe Mengen des Toxins Cereulid festgestellt, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit.
Als Ursache wurde ein Reinigungsdefekt in einem Produktionswerk eines Nestlé-Zulieferers ausgemacht. Die betroffenen Produkte wurden bereits aus dem Handel genommen.
Bislang keine Krankheitsfälle
Via Aussendung betonte Nestlé, dass die "Sicherheit und das Wohlergehen von Säuglingen für uns oberste Priorität" haben. Zudem sei dem Konzern wichtig zu betonen, "dass bislang keine Erkrankungen oder Symptome im Zusammenhang mit dem Verzehr der betroffenen Produkte bestätigt worden sind". Auch das Gesundheitsministerium berichtete, dass derzeit keine Krankheitsfälle bekannt seien.
Eltern, deren Kinder Symptome wie Erbrechen oder Durchfall zeigen, wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen.
Bakterium bildet Toxin
Das hitzestabile Toxin Cereulid wird durch das Bakterium Bacillus cereus erzeugt. Bei Verzehr kann es zu Übelkeit und Erbrechen führen. Sehr selten und bei hohen Konzentrationen kann es auch zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Das Toxin vermehrt sich im Produkt nicht weiter. Zudem wird das Bakterium beim Herstellungsprozess abgetötet.
Die nachgewiesene Konzentration des Toxins war so gering, dass eine Gesundheitsgefährdung vom Ministerium ausgeschlossen werden kann.
Über 800 Produkte aus mehr als zehn Nestlé-Werken betroffen
Bereits über die Weihnachtsfeiertage hat Nestlé in Abstimmung mit internationalen und österreichischen Behörden einen stillen Rückruf durchgeführt. Nun folgt ein öffentlicher Rückruf.
Insgesamt sind über 800 Produkte aus mehr als zehn Nestlé-Werken betroffen, hieß es aus dem Ministerium. Nestlé betonte allerdings gegenüber der APA, dass nicht 800 Produkte zurückgerufen, sondern überprüft wurden. In Folge wurden in Österreich demnach 32 Chargen vorsichtshalber zurückgezogen.
Folgende Produkte sind betroffen:
Die Produkte können zurückgebracht werden. Das Geld wird auch ohne Kassenbon rückerstattet.