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A10-Tauernautobahn

"Gummibrücke" kostete 500.000 Euro

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Die Altersbergbrücke auf der Tauernautobahn (A10) in Kärnten wurde am Donnerstag um 13.00 Uhr wieder freigegeben.

Nach fast zwei Monaten Sperre wird die Altersbergbrücke auf der Tauernautobahn (A10) in Kärnten am Donnerstag dieser Woche wieder freigegeben, allerdings vorerst nur ein Fahrstreifen in jede Richtung.

Ab diesem Zeitpunkt ist es sowohl für PKW als auch für LKW bis zu einem höchstzulässigem Gesamtgewicht von 40 Tonnen möglich die Altersbergbrücke mit einer maximalen Geschwindigkeit von 60 km/h einspurig in beiden Fahrtrichtungen zu befahren.

500.000 Euro Kosten
Die Altersbergbrücke auf der Tauernautobahn A10 ist nach Angaben der Asfinag wieder "absolut sicher". Die Kosten für die Sanierung der seit 16. Oktober gesperrten Brücke bezifferte Lückler mit rund 500.000 Euro. Ursachen für die Schäden seien zum einen ein überschwerer Sondertransport und zum anderen "Mängel in der Produktionskette" gewesen.

Das derzeitige Kontrollsystem der Asfinag mit Brückenkontrollen alle zwei Jahre und einer Hauptkontrolle alle sechs Jahre habe sich bewährt, sagte Lückler. Seine Gesellschaft habe von den Vorgängen rund um die Brücke auch einiges gelernt. Die zusätzlichen Kosten werde jedenfalls nicht die Asfinag tragen.

Die Mängel in der Produktionskette seien, so Lückler, bei der ursprünglichen Sanierung aufgetreten, inzwischen habe man die fehlenden bzw. mangelhaften Schweißnähte am 840 Meter langen Brückenbauwerk saniert. Dazu wurden umfangreiche Verstärkungen und Versteifungen angeordnet. Die Brücke werde nun gleich so ausgelegt, dass sie auch deutlich höhere Belastungen aushalten könne. Zudem habe man sie auch breiter gemacht. Lückler: "Damit ist sichergestellt, dass bei einer künftigen Generalsanierung auch während der Bauzeit in jede Richtung immer zwei Spuren zur Verfügung stehen."

Seit 16. Oktober gesperrt
Der Abschnitt zwischen dem Knoten Spittal/Drau und Gmünd war am 16. Oktober für den gesamten Verkehr gesperrt worden, nachdem an der Brücke verformte Stahlstreben und desolate Schweißnähte festgestellt worden waren. Seither mussten Pkw die Umleitung über die Katschberg Straße (B 99) in Kauf nehmen und Lkw großräumig ausweichen.

In den vergangenen Wochen waren auf dem 800 Meter langen Brückenbauwerk rund um die Uhr Schweißtrupps im Einsatz, um Schäden zu suchen und zu beheben. Als unmittelbarer Auslöser für die Verformungen gilt ein überschwerer Transporter, der die in Generalsanierung befindliche Brücke befahren hatte. Einsturzgefahr bestand laut Experten aber zu keinem Zeitpunkt.

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