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Vier Verletzte

Heftig: Wiener-Linien-Bus zerstört 600 Jahre alte Stadtmauer

In Groß-Enzersdorf ist ein Bus der Linie 26A in eine 600 Jahre alte Mauer gekracht.

Wien. Auf der Wiener Buslinie 26A ist es am späten Montagvormittag zu einem Unfall in Groß Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) gekommen. Ein Bus fuhr kurz vor der Endstation in die alte Stadtmauer. Drei Passagiere und der Lenker seien leicht verletzt worden, informierten die Wiener Linien die APA. Der Fahrer habe angegeben, dass ihm zuvor schwarz vor Augen geworden sei, sagte eine Sprecherin.

© Österreich/oe24

Totalschaden

Der Vorfall ereignete sich gegen 11.15 Uhr auf der Wiener Straße kurz nach der Haltestelle Groß Enzersdorf Stadtmauer. Der Autobus durchfuhr laut Verkehrsunternehmen die Station und krachte dann in die alte, denkmalgeschützte Stadtmauer. Polizei und Rettung waren im Einsatz. An dem Fahrzeug sei Totalschaden entstanden. Der Autobus müsse geborgen werden, hieß es. Auch das Mauerwerk des "Wiener Tor" wurde stark beschädigt.
 
Laut Wiener Linien wurde dem Fahrer "schwarz vor Augen" und so kam es zu dem Unfall. Andreas Zenker vom Roten Kreuz Niederösterreich sagte: "Vier Personen - drei Fahrgäste und der Busfahrer - wurden leicht verletzt und sind mit Prellungen, Bluterguessen  und Schürfwunden vom Roten Kreuz und den Johannitern ins AKH Wien bzw. SMZ Ost gebracht worden."  Bei den leicht verletzten Fahrgästen handelt es sich um drei Frauen.
 
"Wir werden alles daran setzen, den Fall in den nächsten Tagen lückenlos aufzuklären", sagte die Sprecherin der Wiener Linien. Der 26A wurde wegen des Unfalls vorerst bis zur Station Eßling, Stadtgrenze kurzgeführt.
 
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Die B3 wurde in Groß Enzersdorf gesperrt und eine örtliche Umleitung eingerichtet. Wann die Straße wieder freigegeben werden und die herkömmliche Linienführung aufgenommen werden kann, stand zu Mittag nicht fest.
 

 

600 Jahre alte Mauer

Baubeginn der Stadtmauer war um die Mitte des 14. Jahrhunderts, als das von seinen Bewohnern bis heute liebevoll „Stadtl“ genannte „Marckt Enzerstorff“ durch Verleihung des Stadtrechtes eine richtige Stadt wurde. Bauherr war Bischof Berthold von Wehingen, Bischof von Freising und damals Kanzler des Herzogtums, der die Ringmauer mit drei Toren, Wachtürmen und Laufgängen sowie Wassergraben errichten ließ, wie es in der damaligen „Baubewilligung“, dem Brief der Herzöge Wilhelm und Leopold von Österreich, nachzulesen ist. Trotz der damals bescheidenen Handwerker, Hilfsmittel und Baumaterialien war das Werk in nur drei Jahren vollendet.

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