Mutter und Sohn kamen bei einem Verkehrsunfall in der Westukraine ums Leben. Im Bernoulligymnasium trauert man um den 13-jährigen Nazar.
Zu einem furchtbaren Verkehrsunfall kam es in den Weihnachtsferien am 27. Dezember in der Westukraine. Bei einem Frontalcrash mit einem anderen Auto kamen Viktoriya H. und ihr erst 13-jähriger Sohn Nazar ums Leben. Sie waren gerade von Wien aus auf der Reise in ihre Heimat - die ukrainische Familie hatte sich seit Kriegsausbruch in Österreich niedergelassen.
Der Familienvater, der auch im Wagen gewesen war, wurde schwer verletzt. Vladyslav H. befindet sich noch immer im Krankenhaus. Einzelheiten zu seinem Zustand sind laut der ukrainischen Zeitung "vn.20min.ua" derzeit noch nicht bekannt. Wie es zu dem schwerwiegenden Unfall kam, wird aktuell noch ermittelt.
Am Friedhof von Sabariv wurde bereits von der Leiterin der Kinderschutzbehörde und ihrem Sohn Nazar Abschied genommen. Kollegen, Pädagogen, Anwälte und Einwohner von Vinnytsia bekunden in den sozialen Medien ihr Beileid.
„Kollegen werden Victoria als prinzipientreue, aufrichtige und ihrem Beruf mit großem Engagement verbundene Person in Erinnerung behalten. Wir sprechen ihrer Familie und ihren Freunden unser tiefstes Mitgefühl aus“, teilte die Staatsanwaltschaft der Region Winnyzja "vn.20min.ua" mit. Sie soll viele Jahre im Bereich des Kinderschutzes und der Bekämpfung häuslicher Gewalt gearbeitet haben. Nazar hinterlasse in den Herzen aller, die ihn kannten, die Erinnerung an ein aufgewecktes und freundliches Kind.
Wiener Schule in Trauer
Auch in Wien, wo der 13-Jährige zuletzt die 3G des Bernoulligymnasiums im 22. Bezirk besucht hatte, wird um den Schüler getrauert. Die Schulleitung beschreibt ihn in einem öffentlichen Post als einen „außerordentlich klugen, aufgeschlossenen und stets freundlichen Jungen“.
Vor dem Schulgebäude wird eine ganze Woche lang die schwarze Fahne gehisst. Am Mittwoch hielten alle Klassen um 10.10 Uhr eine Schweigeminute im Gedenken an Nazar ab.