Islam-Verein: Sex-Partys & Millionen-Konkurs

Verdächtiger Obmann auf freiem Fuß

Islam-Verein: Sex-Partys & Millionen-Konkurs

Die Stadt zahlte Millionen an Förderung, nun schauen die Gläubiger durch die Finger.

Der Krimi um Abdullah P. (31) spitzt sich mit jedem Tag zu: Am Donnerstag wurde bekannt, dass in seinem Islam-Kindergarten in der Brigittenau nach Dienstschluss Sex- und Drogenpartys stattfanden. Aufgeflogen war das, weil einer von insgesamt sieben Beschuldigten vor der Justiz ausgepackt hatte, damit auch seinen Liebhaber, einen Mitarbeiter von Abdullah P., hochgehen ließ.

Zwei Konkurse
Nun ergaben ÖSTERREICH-Recherchen: Der umstrittene Multifunktionär aus der türkischen Community baute im Vorjahr zumindest zwei größere Pleiten: Sein Kindergarten-Trägerverein KIBIZ ging im Oktober 2015 pleite. Schaden laut Alpenländischem Kreditorenverband: mehr als 650.000 Euro.

Im Dezember folgte der Konkurs des Bildungsvereins ERBIZ mit mehr als 250.000 Euro Schaden, auch dort war Abdullah P. Obmann. Beide Vereine hatten 2013–2015 mehr als zwei Millionen Euro an Förderung kassiert – für Projekte und betreute Kinder, die es zum Teil gar nicht gab.

Kein Haftgrund
Die Justiz lässt Abdullah P. vorerst auf freiem Fuß. Es bestehe weder Flucht- noch Verdunklungs- oder Tatbegehungsgefahr, heißt es. Es gilt die Unschuldsvermutung.

(fuw)

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