Jeder wirft 200 Kilo Essen weg

Abfälle bis 2030 halbieren

Jeder wirft 200 Kilo Essen weg

Pakt mit Handel verpflichtet zur Weitergabe von Lebensmitteln, die noch essbar sind. 

Jede Sekunde landen in Österreich originalverpackte Lebensmittel bester Qualität im Müll: Umgerechnet haut jeder Österreicher 200 Kilo Essen im Jahr weg! Jetzt sagen die großen Supermärkte gemeinsam mit VP-Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter dieser Verschwendung den Kampf an.

Hofer, Spar, Rewe (u. a. Billa, Merkur, Adeg), Lidl und MPreis geben Lebensmittel, die etwa kurz vor dem Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatum im normalen Verkauf keine Chance mehr haben, an soziale Einrichtungen weiter.

Lebensmittel auch nach 
16 (!) Wochen noch essbar

"Unser Pakt ist ein wichtiger Schritt für das UN-Ziel, Lebensmittelabfälle im Handel und beim Konsum bis 2030 zu halbieren", sagt Rupprechter.

Jeder Haushalt haut im Jahr Essen um 300 Euro in die Tonne – weil wir glauben, es sei ungenießbar. Wir alle könnten eine Menge Geld sparen, wenn wir das Wort "Mindesthaltbarkeitsdatum" wörtlich nehmen würden. Eine Greenpeace-Studie zeigt: Drei von acht getes­teten Lebensmitteln – etwa Joghurt – sind sogar 16 (!) Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums völlig einwandfrei (s. Grafik).

Bier aus altem Brot. Handelsketten, die im Anti-Wegwerf-Pakt dabei sind, bekommen das grüne Logo "Wir retten Lebensmittel". Weitere Aktionen reichen vom Verkauf von Brot vom Vortag bis hin zu einem reduzierten Frischwarenangebot gegen Ladenschluss. MPreis etwa recycelt sogar altes Brot und braut daraus Bier oder macht Gin.

© Greenpeace

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