doris povse

Haft

„Kämpfe um meine Sofia“

Italien-Justiz droht, Sofia (6) wegzunehmen.

Was die 36-jährige Doris Povse, ihr Lebensgefährte und die Kinder Sofia (6) und Philip (2) durchmachen, ist keiner Familie zu wünschen.

Denn Povse droht heute eine Verurteilung zu eineinhalb Jahren Haft wegen Kindesentführung von Sofia; ab 7. Juli soll sie ihre Tochter endgültig an den leiblichen Vater, den Italiener Mauro A., verlieren.

Die Vorgeschichte: 1996 ging Povse nach Italien und lernte 2005 Mauro A. kennen. 2007 kommt Sofia zur Welt, doch es kriselt, Mauro wendet Gewalt an. Anzeigen liegen vor. Povse beendet die Beziehung, doch da beginnt der Terror. Der Italiener bombardiert sie mit Drohungen. In Absprache mit ihrer Anwältin flüchtet die Österreicherin illegal nach Österreich, denn der Italiener hat – ohne ihr Wissen – ein Ausreiseverbot erzwungen. „Ich wollte Sofia beschützen“, sagt Povse.

Verzweifelt
Der Sorgerechtsstreit beginnt, der Italiener erhält das Sorgerecht – obwohl er seit 2009 Sofia nicht sah. Povse: „Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Ich weiß nicht, ob ich Sofia jemals wiedersehen werde.“ Ihre letzte Hoffnung: Ein Antrag beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

ÖSTERREICH: Heute entscheidet das Gericht, ob Ihre Reise eine Entführung war. Wie geht es Ihnen?
Doris Povse:
Es ist eine Belastung für die Familie. Ich kann es nicht in Worte fassen. Sofia selbst versteht das alles nicht.

ÖSTERREICH: Im Juli endet die Frist zur freiwilligen Übergabe von Sofia an den Vater oder die Behörden …
Povse:
Das Schlimmste, was einer Mutter zustoßen kann. Ich fühle mich im Recht. Ich dachte, ich darf Sofia beschützen.

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