Nach Unfall:

Kärntner Landesschulrat verbietet Feuerspuckshow

17-jährige Schülerin auf Intensivstation - Zustand stabil - Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Lehrer.

Der Kärntner Landesschulrat hat nach einem Unfall bei einer Feuerspuckshow beim Tag der offenen Tür der HTL Villach am Freitag eine Wiederholung einer derartigen Show verboten. Eine 17 Jahre alte Schülerin hatte sich schwere Verbrennungen und Verätzungen im Gesicht zugezogen und wird nun intensivmedizinisch betreut. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen einen pensionierten Lehrer, der die Show organisiert hatte.

In der Erklärung des Vizepräsidenten des Landesschulrats, Rudolf Altersberger, vom Montag hieß es: "Der Feuerspuck-Showact ist über Jahre vorfallsfrei über die Bühne gegangen." Nun habe sich leider ein Unfall ereignet. "Nach Rücksprache mit dem Direktor der Schule gibt es den Feuerspuck-Showact zukünftig nicht mehr. Ein bedauernswerter Unfall mit einer Schülerin ist einer zu viel." Laut Altersberger verschärfe sich der Konkurrenzkampf unter den Schulen, weil es immer weniger Schüler gibt. Das führe auch dazu, dass die Präsentationstechniken immer spektakulärer würden. "Es droht, die Balance zwischen sachlicher Information und Show zu kippen."

Der Zustand der verletzten Schülerin hat sich am Wochenende stabilisiert, sagte eine Sprecherin des Villacher Landeskrankenhauses am Montag auf APA-Anfrage. "Es sind keine Komplikationen aufgetreten." Jedenfalls bestehe keine unmittelbare Lebensgefahr für die 17-Jährige, sie brauche aber weiter intensive Betreuung. Über mögliche Langzeitschäden und das genaue Ausmaß der Verbrennungen und Verätzungen im Gesicht des Mädchens können die Ärzte frühestens Ende der Woche Auskunft erteilen.

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