Graz

Kellerbrand: Verdächtiger ausgeforscht

"Missgeschick" soll Ursache für einen der Brände gewesen.

Nach einer Serie von Kellerbränden in Graz hat die Polizei den mutmaßlichen Brandstifter ausgeforscht: Der 40-Jährige wurde von einer Überwachungskamera gefilmt und von Zeugen wiedererkannt. Er war jedoch nur teilweise geständig und sprach von einem einmaligen Missgeschick beim Anzünden einer Zigarette. Weitere Spuren werden nun überprüft, teilte die Polizei am Montag mit.

Gleich in drei nahe beieinander liegenden Kellern war am 12. Jänner Feuer ausgebrochen, wobei in einem Fall zwölf Personen ärztlich versorgt werden mussten. Der Schaden machte zumindest 100.000 Euro aus. Rasch war klar, dass es sich um Brandstiftung gehandelt hatte. Vergangenen Freitag nahm die Polizei den Verdächtigen fest. Er gestand, in einem der Keller gewesen zu sein, um seine Notdurft zu verrichten. Als er sich eine Zigarette anzünden wollte, sei ihm das Streichholz aus der Hand gefallen. Doch statt die Feuerwehr zu rufen, machte er sich davon.

Der Grazer bestritt einen Zusammenhang mit den anderen Bränden. Die Polizei will nun weitere Erhebungen führen und auch alle angezeigten Brandstiftungen der vergangenen vier Jahre in dem Stadtteil erneut überprüfen. Der Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.

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