Messer-Mord in Ried: Mann zurechnungsfähig

Tödlicher Trennungsstreit

Messer-Mord in Ried: Mann zurechnungsfähig

Noch-Ehefrau mit unzähligen Messerstichen in Oberkörper getötet.

Der Mann, der Ende Juli in Ried im Traunkreis (Bezirk Kirchdorf an der Krems) seine Noch-Ehefrau getötet haben soll, war zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig. Zu dem Schluss kommt die von der Staatsanwaltschaft Steyr beauftragte Expertin Adelheid Kastner in ihrem psychiatrischen Gutachten, bestätigte der Sprecher der Anklagebehörde, Georg Kasinger, einen Bericht im "Neuen Volksblatt" am Freitag.

Medizinisches Gutachten fehlt noch

Sobald ein noch ausständiges medizinisches Teilgutachten eingelangt sei, werde die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen den 56-Jährigen erheben, erklärte Kasinger der APA. Offenbar aus Eifersucht soll der Verdächtige in der Nacht auf den 30. Juli seine von ihm in Scheidung lebende Frau im Streit mit einem Küchenmesser attackiert und durch unzählige Stiche in den Oberkörper getötet haben.

Die 53-Jährige konnte sich zunächst schwer verletzt ins Stiegenhaus des Mehrparteienhauses retten und um Hilfe rufen. Nachbarn teilte sie noch mit, dass ihr Mann sie umbringen wollte, dann verlor sie das Bewusstsein. Eine Notärztin versuchte vergeblich die Frau wiederzubeleben, das Opfer starb im Stiegenhaus. In ihrer Wohnung fand die Polizei den Mann mit einer tiefen, lebensbedrohlichen Wunde am Hals, die er sich selbst zugefügt hatte. Er überlebte den Selbstmordversuch und gestand seine Tat. Er befindet sich in U-Haft.



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