Neuschnee macht Hoffnung auf Winter

Weiße Pracht

Neuschnee macht Hoffnung auf Winter

Am Samstag kam eine kurze Erlösung für die Skigebiete - endlich kam der Schnee. Bis zu 140 Zentimeter liegen auf den Pisten. Zahlreiche Orte sperrten ihre Lifte auf.

Während am Samstag im Osten noch immer frühlingshafte Temperaturen herrschten (bis zu 14 Grad), gab’s in Westösterreich endlich Schnee – zum Teil bis ins Tal. So etwa im Nobelskiort Kitzbühel, wo die Bergbahnen zwar noch geschlossen sind, die Gäste jedoch schon durch den Weihnachtsmarkt flanieren. Schon bald soll es mit dem Bergsport losgehen. Brunhilde Sommer von der Hahnenkamm-Bahn: „Hoffentlich sind die jetzigen Schneefälle stark genug, damit wir nächstes Wochenende aufsperren können.“

Lifte im Vollbetrieb. So wie in Kitzbühel hoffen Hunderte österreichische Skiorte auf mehr Schnee. In einigen Gebieten laufen die Lifte bereits auf Hochtouren. Am besten sieht es freilich auf den Gletschern aus. Am Mölltaler Gletscher in Kärnten und Osttirol werden derzeit 140 Zentimeter Schnee gemessen.

Im Arlberggebiet freuen sich die Kinder – sie konnten endlich rodeln. Die Autofahrer mussten Schneeketten anlegen, sonst gab es kein Vorankommen.

Mehr als 2.000 Skihungrige pilgerten gestern auf die Pisten des Kitzsteinhorns in Salzburg zum großen Opening-Fest. Dort sind 18 von insgesamt 20 Liften in Betrieb - 81 Zentimeter Schnee.

Ausgebucht. Im salzburgerischen Obertauern ist derzeit kein einziges Hotelzimmer mehr zu bekommen. 8.000 Betten hat der Ort und alle sind „bumm-voll“, wie der Geschäftsführer des Tourismusverbands Mario Siedler erzählt: „Die Leute sind untertags größtenteils auf der Pisten, auf den Hütten hat das lustige Treiben bereits begonnen.“

Bei nur 35 Zentimeter wird in der Flachau, der Heimatgemeinde des Herminators, Opening gefeiert. 800 Gäste drängten sich gestern auf die Pisten. Drei Lifte schleppen die Skifahrer und Snowboarder auf den Berg, der bis zur Mittelstation befahrbar ist.

Frühling bis Samstag. Von winterlichen Temperaturen war lange Zeit nichts zu spüren. Noch am Marienfeiertag stand das Thermometer in Salzburg auf 20 Grad. Es war der wärmste Dezembertag seit Beginn der Temperaturmessung. Wenigstens die Kaffeehausbesitzer freuten sich: Die Gastgärten waren alle bis zum letzten Platz voll besetzt.

Winter der Absagen. Auch der Ski-Weltcup steht wegen der Warmwetterfront still: Eine Absage jagte die nächste. Der Weltcup begann heuer gleich mit einem Ausfall in Sölden, an diesem Wochenende mussten die Rennen in St. Moritz und Val d’Isère entfallen. Es ist bereits von einer Absagen-Krise die Rede. Doch heute springt die steirische Reiter­alm ein und übernimmt die entfallene Super-Kombi aus Frankreich.

Schlechte Vorhersage für Skifahrer. Heute kann es tagsüber noch einige Schneefälle geben, dann sieht es aber wieder traurig aus für die Skifans. Es bleibt im Dezember noch wechselhaft. Doch Wetterexperten prophezeien (siehe unten): „Ab Jänner geht es los mit dem Skiwetter."

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