Familie war im Visier des Verfassungsschutzes

Mord in Amstetten

Familie war im Visier des Verfassungsschutzes

Beim Verdächtigen soll es sich um einen streng gläubigen Moslem aus Tirol mit türkischen Wurzeln handeln.

In Greinsfurth, einem Ortsteil von Amstetten, ist am Dienstagnachmittag eine 40 Jahre alte Frau erstochen worden. Als Tatverdächtiger gilt nach Polizeiangaben der 37-jährige Ehemann des Opfers. Unbestätigten Informationen zufolge soll es sich bei dem Mann um einen streng gläubigen Moslem aus Tirol mit türkischen Wurzeln handeln. Er wurde von den Einsatzkräften der Cobra ohne Widerstand festgenommen. Die Einvernahme des Beschuldigten dauerte am Dienstagnachmittag an.

Auf dem Radar des Verfassungsschutzes

Wie ÖSTERREICH von einer lokalen Quelle erfuhr, war der Landesverfassungsschutz Niederösterreich vor ca. einem Jahr schon einmal im Haus und fragte die Bewohner, ob sie etwas Ungewöhnliches im Bezug auf die Familie wahrgenommen hätten. Die Frau und ihr Ehemann werden als 'sehr verschlossen' beschrieben. Beim Mordopfer soll es sich um eine österreichische Konvertitin handeln, die immer vollverschleiert auftrat.

Wie ÖSTERREICH weiter erfuhr, sollen beide in der Ortschaft immer wieder den Koran verteilt haben und versuchten, Menschen für den islamischen Glauben zu gewinnen. Laut älteren Berichten auf Facebook soll er sich auch auf Adventmärkten in Amstetten herumgetrieben haben und Besucher mit einem "Allah"-Schild in der Hand aufgefordert haben, ihren Glühwein wegzuwerfen. "Schütt das weg, schütt das weg", soll der Verdächtige gesagt haben. Auch im Kino, in Pubs und in Sportgeschäften soll es zu Vorfällen dieser Art gekommen sein. Aufdringlich soll er aber nicht gewesen sein. Nach der Absage soll er immer wieder gegangen sein.

Die Polizei wollte vorerst keine Stellung zu den Hintergründen der Verfassungsschutzermittlungen machen. Die Behörden verwiesen darauf, dass am Mittwoch in einer Aussendung mehr Details folgen würden.

Bluttat vor Wohnhaus

Die Bluttat hatte sich vor einem Mehrparteienhaus in dem Ortsteil von Amstetten ereignet, sagte Polizeisprecher Johann Baumschlager auf Anfrage. Die Bezirksleitzentrale sei um 13.46 Uhr darüber informiert worden, dass ein Mann mehrfach mit einem Messer auf eine Frau eingestochen habe. Zu den Hintergründen der Tat gab es zunächst keine Informationen.

Weil der Beschuldigte anschließend in seine Wohnung gegangen sei, habe die Exekutive das Objekt evakuiert. "Das Einsatzkommando Cobra wurde ebenso wie die Verhandlungsgruppe der Polizei angefordert", berichtete Baumschlager weiter.


© Viyana Manset Haber

Kinder mussten ansehen, wie Mutter erstochen wurde

Das 40-jährige Opfer wurde laut dem Sprecher notärztlich versorgt und ins Landesklinikum Amstetten transportiert. Dort erlag die Vierfachmutter den schweren Stichverletzungen, die ihr zugefügt worden waren. Zum Tatzeitpunkt waren drei der vier Kinder anwesend. Sie sollen sich gemeinsam mit der Mutter ins Freie gerettet haben und mussten dann aber ansehen, wie der Vater auf die Frau einstach.

Gegen 15.00 Uhr war die Polizei mit dem Beschuldigten in Kontakt. Etwa eine halbe Stunde später, "um 15.36 Uhr", so Baumschlager, erfolgte der Zugriff. Der Mann wurde demnach in seiner Wohnung festgenommen. Die weiteren Ermittlungen hat das Landeskriminalamt Niederösterreich übernommen.

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