Amstetten

Gasblase: Explosionsgefahr gebannt

Gasaustritt konnte gestoppt werden. Aber: Abdichtung ist noch nicht erfolgt.

Nach 24 Stunden Alarmbereitschaft wegen akuter Explosionsgefahr hat sich die Lage in der Gemeinde St. Pantaleon-Erla im Bezirk Amstetten nun wieder entspannt. Nachdem am Montag bei Bauarbeiten eine Gasblase angebohrt wurde, aus der massiv Methangas ausströmte, herrschte hohe Explosionsgefahr. Am Dienstagnachmittag erklärte die OMV die Abdichtungsarbeiten aber für beendet, das Bohrloch sei wieder verschlossen. Die Feuerwehr musste zur Beobachtung noch an Ort und Stelle ausharren, auch die Sperrzone blieb weiterhin aufrecht.

Ab etwa 14.00 Uhr war der Gasaustritt aus dem Bohrloch gestoppt. Mit einem Wasser-Salz-Gemisch wurde zunächst das weitere Ausströmen des Gases verhindert. Danach füllten die Experten der OMV Bentonit und Zement in das Bohrloch ein, um es zu verschließen. Damit sei ihre Arbeit getan, erklärte Sprecherin Alexandra Seidl.

Feuerwehr hielt durch
Für die Feuerwehr war der Einsatz noch nicht gänzlich beendet. Solange der Zement nicht restlos ausgehärtet sei, müsse man die Lage zur Sicherheit noch im Auge behalten und Kontrollmessungen durchführen, erklärte Einsatzleiter Gerhard Haider. Dies könnte auch noch einige Stunden in Anspruch nehmen. Bis dahin dürfen die evakuierten Bewohner auch noch nicht zurück in ihr Haus.

Zu dem Vorfall war es am Montag auf einer Baustelle im Zuge von Tiefenbohrungen für Erdwärme gekommen. In 99 Metern Tiefe stieß der Bohrer auf eine größere Methangasblase, woraufhin massiv Gas auszuströmen begann. Ein nahe gelegenes Haus und umliegende Baustellen mussten evakuiert werden, rund um das Bohrloch wurde eine 200 Meter große Sperrzone eingerichtet, die Behörden informiert.

Hohe Explosionsgefahr
Die Feuerwehr blieb die Nacht über an Ort und Stelle, sicherte das Gebiet ab und führte Messungen durch. Auch ein Gasspürtrupp der EVN und der Schadstoffberatungsdienst des Landesfeuerwehrkommandos waren im Einsatz. Zusätzlich erschwert wurde die Lage zunächst dadurch, dass der Bohrer noch im Bohrloch steckte und aufgrund der hohen Explosionsgefahr nicht bewegt werden durfte.
 

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