Das donaufestival in Krems unter künstlerischer Leitung von Thomas Edlinger präsentiert vom 01.05. bis 03.05. und 08.05. bis 10.05. eine vibrierende Parallelwelt voller abenteuerlicher Ästhetiken. Das Leitmotiv "Mad Hope“ lenkt das Programm in Zeiten von Krisen auf das "Prinzip Hoffnung“.
Inmitten von Kriegen, ökologischer Notlage und "cyberfaschistischen Zukunftsdrohungen“ erscheint der Glaube an ein besseres Morgen zwar fast verrückt, doch gerade dieses Verrückte könne Perspektiven verrücken, so meint man in einer Pressemeldung des donaufestivals.
Festival zeigt "Hoffnung ohne Optimismus"
Das Festival zeigt das "geballte Vertrauen der Desillusionierten“ und eine „Hoffnung ohne Optimismus“ (Terry Eagleton). Dies manifestiert sich in der Performance After Hope von Anton Kats, der Gruppenausstellung Hope4Hope der Universität für angewandte Kunst oder in Yann Marussichs Verweis auf einen zerschundenen, aber "voller Vermögen steckenden Körper“. Künstlerische Beiträge wie die Kooperation von Liquid Loft mit Radian (HOLD&RESIST_a springrite), Julian Warners dekoloniale Fragen in DER SOLDAT oder die Rebellion in Jéssica Teixeiras Stück Monga verhandeln den Widerstand gegen die Wirklichkeit. Filmische Reflexionen von Ligia Lewis und Clyde Petersen ergänzen diesen Austausch ebenso wie die Akrobatikshow out of hands von fABULEUS & Michiel Vandevelde.
Atmosphärische Acts sollen garantiert sein.
Künstlerische Vielfalt im Überfluss
Musikalisch reicht das Spektrum von Peaches’ stürmischen Queerfeminismus über die Elektronik von Oneohtrix Point Never bis hin zu "nachtschwarzer Maschinenmusik“ von Marie Davidson. Während Makaya McCraven, The New Eves oder das Kollektiv Exit Void Musik als kollektives Glücksereignis zelebrieren, liefern Acts wie Blawan, DJ Haram oder Sanam Beiträge zwischen "tanzbaren Fachbereichen“ und "Kraut-/Psychrock“. Von flirrender Klangforschung durch Ex-Easter Island Head bis hin zu den "himmelaufreißenden Songs“ von Alan Sparhawk bietet das Festival Räume für Zwischentöne und Zonen der Entrücktheit. Den Abschluss bildet unter anderem John Maus, der mit seinen "Synthiepop-Liturgien“ Trost spenden will und dazu aufruft: "Reconstruct Your Life!“