Häftlinge brauten ihren eigenen Punsch

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Häftlinge brauten ihren eigenen Punsch

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Bei einer Großdurchsuchung wurden 50 Liter Punsch sichergestellt.

In der Justizanstalt Stein sind bei einer Großdurchsuchung 50 Liter selbst gebrauter Punsch sichergestellt worden, bestätigte die Vollzugsdirektion Medienberichte am Dienstag. Gefährliche Dinge wie etwa Waffen seien aber nicht gefunden worden, sagte der stellvertretende Vollzugsdirektor Christian Timm.

Es sei nicht vermeidbar, dass Häftlinge Obst missbräuchlich ansetzen und versuchen etwas Hochprozentiges damit herzustellen. "Die Insassen haben gesetzlich bedingt Kontakt zu externen Personen und Essen kann natürlich legal erworben werden", so Timm. Medienberichten zufolge hätten Häftlinge einen Fruchtsaft mit einer Semmel versetzt. Das Gemisch habe durch die Hefe im Gebäck zu gären begonnen.

Der stellvertretende Vollzugsdirektor sprach allerdings von einem Erfolg rund um die Sicherheit in den Haftanstalten: "Wir haben zum Beispiel in den letzten fünf bis zehn Jahren in schwierigen Anstalten wie Stein keine Waffen gefunden. Darum beneiden uns etwa Kollegen in Frankreich."

In den 27 Justizanstalten in Österreich werden jährlich unangekündigte Kontrollen von Polizei und Justizwachebeamten durchgeführt. Zudem finden täglich vor allem Haftraumkontrollen, Personendurchsuchungen und Handyfahndungen statt.

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