Einsatzbilanz 2024

NÖ-Wasserrettung musste 2024 zu 793 Einsätzen ausrücken

Ein Sommertag am Wasser kann wunderschön sein, doch manchmal wird er zum Albtraum. Die Wasserrettung Niederösterreich zog Bilanz über ein Jahr voller Herausforderungen. 

Niederösterreich verfügt über viele hervorragende Bademöglichkeiten mit ausgezeichneter Qualität, der Badespaß kann aber schnell gefährlich werden. Die Wasserrettung Niederösterreich blickt auf ein einsatzreiches Jahr zurück. 793 Mal rückten die freiwilligen Helferinnen und Helfer aus im vergangen Jahr aus, über 50.000 Stunden leisteten sie ehrenamtlich.

"Ein besonderer Schwerpunkt war der Hochwassereinsatz, bei dem 223 Wasserretterinnen und Wasserretter gemeinsam mit anderen Blaulichtorganisationen 230 Menschen evakuierten und 75 Tiere retteten", sagte Landesrätin Eva Prischl (SPÖ) am Mittwoch. Laut Markus Schimböck, Landesleiter der Wasserrettung, war der Katastropheneinsatz 2024 der "größte Einsatz der Wasserrettung überhaupt", mit 66 Einsätzen innerhalb von 24 Stunden großteils im Raum St. Pölten.

Gesundheitslandesrätin Eva Prischl und Landesleiter Markus Schimböck präsentierten am Ratzersdorfer See in St. Pölten die Einsatzbilanz der NÖ Wasserrettung 2024. 

Gesundheitslandesrätin Eva Prischl und Landesleiter Markus Schimböck präsentierten am Ratzersdorfer See in St. Pölten die Einsatzbilanz der NÖ Wasserrettung 2024. 

© NLK Pfeffer

Schwimmdefizite machen Angst

In Österreich sind im Vorjahr 39 Menschen ertrunken. Rund 630.000 Menschen und damit 7 Prozent der österreichischen Bevölkerung können nicht, 23 Prozent nur unsicher schwimmen. "Bei den Fünf- bis 19 -Jährigen sind es 137.000, die nicht schwimmen können", sprach Prischl dabei die mangelnde Schwimmkompetenz an und verwies auf die 1.280 "Schwimmkids", die heuer in Niederösterreich kostenlosen Schwimmunterricht erhalten. 

Schimböck sprach von österreichweit durchschnittlich 30 bis 50 Ertrinkungsunfällen pro Jahr, wobei Ertrinken insbesondere bei Kindern die zweithäufigste Unfallursache sei, und unterstrich die Wichtigkeit der Prävention, die zu Hause bei der Absicherung des eigenen Pools beginne und über Schwimmkurse und die entsprechende Aufsichtspflicht bis zum Erlernen von Selbstrettungskompetenzen reiche. 

In Bezug auf die Wasserrettung Niederösterreich führte er aus, dass von den 1.677 ehrenamtlichen Mitgliedern 273 aktive Wasserretter seien, die Tag und Nacht zur Verfügung stünden. Von den 793 Einsätzen des Vorjahres – die Steigerungsrate bei den Einsätzen liege so wie jene der neu hinzukommenden Mitglieder bei 5 bis 10 Prozent pro Jahr – seien 90 Alarmeinsätze gewesen.

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