Italo-Müll: Verteilung auf ganz NÖ

Bürgermeister: Kein Müll in Hainfeld

Italo-Müll: Verteilung auf ganz NÖ

Die Pläne der Zöchling GmbH zur Entsorgung des Italo-Mülls sorgen für Wirbel.

Bez Lilienfeld. Nachdem die Diskussionen über die geplante Abfallbehandlungsanlage in Theresienfeld etwas abflauten, sorgt nun ein neues Abfallprojekt für Diskussionsstoff in ganz NÖ. Die Zöchling GmbH mit Sitz in Hainfeld soll 7.000 Tonnen Hausmüll in Niederösterreich entsorgen.

Gegenüber ÖSTERREICH erklärt der Bürgermeister von Hainfeld, Albert Pitterle, empört: „Die Firma Zöchling hat ihren Sitz bei uns, aber in Hainfeld gibt es keine Deponie. Nach Hainfeld wird kein Italo-Müll kommen.“

Tatsächlich wird der Müll – insgesamt sind es derzeit 300 Lkw-Ladungen – nach ÖSTERREICH-Informationen auf das ganze Land verteilt: Die Zöchling-Deponien befinden sich in Mistelbach, Sollenau und Mark­grafneusiedl. Zu diesem Auftrag ist der bekannte Deponiebetreiber im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs gekommen. Nachdem berichtet wurde, dass es sich dabei um Abfall handelt, der bereits jahrelang in der süditalienischen Stadt Battipaglia gelagert wurde, meldete sich FPÖ-Umweltsprecher Walter Rauch empört zu Wort: „Seit Jahren kämpft Italien mit Müllproblemen. Anstatt das Problem beim Schopf zu packen, schiebt man es immer wieder nach Österreich ab.“ Bereits 2017 wurden 70.000 Tonnen Müll aus Rom nach Österreich gebracht und in der Verbrennungsanlage in Dürnrohr bei Zwentendorf entsorgt.

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