Laut ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber sind 10.000 bis 20.000 Tonnen Staub gerade über Niederösterreich. Experten warnen vor übereiltem Handeln beim Auto reinige
Nur ein sehr kleiner Teil des Saharastaubes erreicht tatsächlich den Boden. Der Großteil wird weitertransportiert und verteilt sich in der Atmosphäre. Mit einem Ende des Saharastaubes wird spätestens am Freitag gerechnet. "Wenn sich Niederschlag sammelt und herunterfällt, nimmt dieser Regen einen Teil des Staubes mit“, so Oberhuber. Genau das führt zu den typischen schmutzigen Regenflecken auf Autos, Fenstern und Oberflächen.
Staubpartikel wirken wie Schleifpapier
Fachleute warnen vorm "falschen Putzen". Der feine Staub kann nämlich wie Schleifpapier wirken und den Autolack beschädigen. Empfohlen wird daher, zunächst den groben Schmutz mit reichlich Wasser abzuspülen, bevor mit einem Schwamm oder einem Tuch gereinigt wird. ÖAMTC-Techniker Florian Merker empfiehlt Lack und Filteranlagen im Auge zu haben: "Hat sich der Sand dann mal gesetzt, empfiehlt sich zeitnah eine gründliche Autowäsche, um Lackschäden vorzubeugen“. Aber auch der Innenraum- bzw. Pollenfilter kann vom feinen Sand betroffen sein – wurde der Filter schon länger nicht getauscht, würde sich ein Wechsel jetzt im Frühjahr anbieten.
Reinigung in Waschanlage empfohlen
Zu empfehlen sei jedenfalls die Reinigung per Waschanlage. Bei einer Wäsche per Hand besteht die Gefahr, dass bei zu wenig Wasser die feinen Sandpartikel im Schwamm Kratzer im Lack hinterlassen. Die Waschanlage, insbesondere mit Vorwäsche, ist schonender für den Lack. Nachdem aktuell sehr viele im Freien stehende Fahrzeuge zeitgleich verschmutzen, sind in den kommenden Tagen und vor allem auch am Wochenende längere Schlangen vor den Waschstraßen und -boxen zu erwarten.