Ungarn-Wahl

Erdrutschsieg für Magyar - Jubel in Budapest

Bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag hat die Oppositionspartei TISZA von Péter Magyar mit einem spektakulären Erdrutschsieg eine Zwei-Drittel-Mehrheit erlangt. 

Premier Viktor Orbán räumte in einer kurzen Ansprache vor Anhängern am Wahlabend die Niederlage ein. Nach Auszählung von 91 Prozent der Stimmen lag Magyars TISZA bei 138 der 199 Mandate. Die seit 2010 regierende Fidesz von Premier Orbán lag demnach bei 54 Sitzen, die rechtsextreme Partei Mi Hazánk bei sieben. 

"Ungarn hat Geschichte geschrieben"

"Ungarn hat heute Geschichte geschrieben", betonte Magyar in seiner Siegesrede am Sonntagabend vor zehntausenden Anhängern am Donauufer in Budapest. "Wir haben unsere Heimat zurückgeholt." Noch nie habe eine Partei in Ungarn eine derart starke Legitimation erhalten, sagte er mit Hinweis auf den großen Wahlsieg und die rekordhohe Wahlbeteiligung von fast 80 Prozent.

Orbán hatte zuvor öffentlich seine Wahlniederlage eingeräumt. "Die Wahlergebnisse sind, wenn auch noch nicht endgültig, klar. Für uns sind sie schmerzhaft, aber eindeutig", sagte er am Sonntagabend auf der Fidesz-Wahlveranstaltung. Magyar teilte auf Facebook mit, Orbán habe ihm telefonisch zum Wahlsieg gratuliert. Im bisherigen Parlament hatte Fidesz gemeinsam mit seiner Satellitenpartei KDNP (Christdemokraten) über 135 Sitze und damit über eine Zwei-Drittel-Mehrheit verfügt.

Von der Leyen: Ungarn hat Europa gewählt

"Ungarn hat Europa gewählt", kommentierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula Von der Leyen auf X das Ergebnis. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) gratulierte Magyar "herzlich zu seinem beeindruckenden Sieg". Auch Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gratulierten Wahlsieger Magyar. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit für ein starkes, sicheres und vor allem geeintes Europa", schrieb Merz auf X. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) grüßte auf X die Bürgerinnen und Bürger des Nachbarlandes mit "Willkommen zurück, liebe Nachbarn!" Sie betonte: "Es darf nicht sein, dass einzelne Mitgliedstaaten ganz Europa schwächen. Die Handlungsfähigkeit der EU muss sichergestellt sein."

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem bisherigen ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem "überwältigenden Sieg" gratuliert. Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze. Die Ukraine habe stets gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten angestrebt und sei bereit, ihre Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen.

Manfred Weber, Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), gratulierte Magyar, dessen Partei der EVP angehört, telefonisch zum Wahlsieg. Die Wahl in Ungarn sei ein Signal gegen Europas Rechtspopulisten. "Die Rechtspopulisten in Europa verlieren heute Nacht ihre Identifikationsfigur", sagt Weber dem "Spiegel".

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) bezeichnete das Wahlergebnis als "starkes Signal für Europa". Der SPÖ-Delegationsleiter im Europaparlament, Andreas Schieder, kommentierte in einer Aussendung: "Der Frust der Menschen in Ungarn ist groß und Orbán hat heute die Rechnung dafür präsentiert bekommen." Er forderte erneut eine Abschaffung der Einstimmigkeit im Europäischen Rat.

Grünen-Chefin Leonore Gewessler kommentierte: "Dieses Ergebnis ist ein starkes Signal - auch für Europa. Denn es liefert Hoffnung auf einen Aufbruch und einen politischen Neuanfang." Der Grüne EU-Delegationsleiter Thomas Waitz schrieb in einer Aussendung: "Die heutige Wahl war ein Beweis für die Wehrhaftigkeit und Stärke von Demokratie, selbst in autoritären Systemen. Das ist auch ein Zeichen über Ungarn hinaus: Heute wurde Orbán abgewählt und morgen dann (US-Präsident) Donald Trump."

Magyar hatte zuvor betont, Aufgaben einer möglichen TISZA-Regierung seien die Stärkung der ungarischen Position in der EU und NATO sowie die wegen Rechtsstaatlichkeitsmängeln eingefrorenen EU-Gelder Ungarns wieder nach Hause zu holen. Nach einem Wahlsieg führe seine erste Reise nach Warschau, dann weitere nach Wien und Brüssel, kündigte Magyar an.

Magyar war früher selbst Fidesz-Anhänger

Der 45-jährige Magyar war früher selbst Fidesz-Anhänger und bis 2023 mit der ehemaligen Justizministerin Judit Varga verheiratet. Sein kometenhafter Aufstieg begann im Februar 2024 mit einem regierungskritischen Interview. Mit seiner Partei Respekt und Freiheit TISZA - die Abkürzung entspricht dem ungarischen Namen des Flusses Theiß - holte Magyar bei der EU-Wahl 2024 aus dem Stand sieben Mandate. TISZA wurde Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP), der auch die ÖVP angehört.

Früher war Orbáns Fidesz in der EVP beheimatet. Sie verließ die Parteienfamilie aber, weil sie ansonsten wegen Orbáns EU-feindlichem Kurs sowie Einschränkungen bei Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit in Ungarn hinausgeflogen wäre. Gemeinsam mit der FPÖ gründete Orbán die rechtspopulistische EU-Parlamentsfraktion "Patrioten für Europa".

Die 199 Sitze des Parlaments in Budapest wurden für die nächsten vier Jahre in einer Kombination aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht vergeben. 93 Sitze werden über Parteilisten verteilt wie etwa in Österreich, 106 in den Einzelwahlkreisen wie etwa in Großbritannien. Es gilt eine Fünf-Prozent-Hürde für die Parteien für den Einzug ins Parlament. In den Einzelwahlkreisen gewinnt jener Kandidat, der die meisten Stimmen erhält.

Der bald 63-jährige Orbán galt mit seinem Schlagwort der "illiberalen Demokratie" als Symbolfigur der Rechtspopulisten in ganz Europa und darüber hinaus. Zudem galt Ungarns Regierungschef als Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump zugleich, und er pflegte auch gute Beziehungen zu China. Trump unterstützte ihn im Wahlkampf ganz offen, zuletzt mit einem Besuch von Vizepräsident JD Vance in Budapest sowie mit dem Versprechen von wirtschaftlicher Unterstützung für die Ungarn - aber nur im Fall eines weiteren Orbán-Sieges. 

+++ Die ganze Chronik der Ungarn-Wahl nachzulesen im oe24-Ticker +++ 

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 23:47

Selenskyj spricht

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem bisherigen ungarischen Oppositionsführer Peter Magyar zu seinem "überwältigenden Sieg" gratuliert. Es sei wichtig, dass sich ein konstruktiver Ansatz durchsetze. Die Ukraine habe stets gute nachbarschaftliche Beziehungen zu allen europäischen Staaten angestrebt und sei bereit, ihre Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen.

 23:35

Stocker gratuliert

„Die ungarische Bevölkerung hat mit überwältigender Mehrheit das destruktive Gegeneinander abgewählt und sich für eine proeuropäische Zukunft entschieden. Ich gratuliere Péter Magyar herzlich zu seinem beeindruckenden Sieg bei den heutigen Parlamentswahlen. Als Nachbar Ungarns, als Parteifreund in der EVP und als Europäer freue ich mich auf unsere Zusammenarbeit – für vertrauensvolle Beziehungen zwischen unseren Ländern und für eine starke und geeinte Europäische Union“, sagt Bundeskanzler Christian Stocker.

 23:34

Meloni gratuliert Magyar und dankt "Freund Orbán"

Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni hat Péter Magyar zum Sieg bei den ungarischen Parlamentswahlen gratuliert. "Italien und Ungarn sind Nationen, die durch eine tiefe Freundschaft verbunden sind. Ich bin sicher, dass wir weiterhin im konstruktiven Geist im Interesse unserer Völker sowie angesichts gemeinsamer Herausforderungen auf europäischer und internationaler Ebene zusammenarbeiten werden", so Meloni auf ihren Sozialnetzwerken.

"Ich danke meinem Freund Viktor Orbán für die intensive Zusammenarbeit in diesen Jahren, und ich weiß, dass er auch aus der Opposition heraus weiterhin seinem Land dienen wird", schrieb Meloni und gratulierte gleichzeitig Peter Magyar zum "klaren Wahlsieg".

Tajani begrüßt Sieg einer Gruppierung der Europäischen Volkspartei

Der italienische Außenminister und Chef der rechtskonservativen Regierungspartei Forza Italia, Antonio Tajani, betonte, dass in einem Moment großer Unsicherheit ein Mitglied der Europäischen Volkspartei einmal mehr von den Bürgern "als Garant für Stabilität in Europa gewählt worden sei".

Italiens oppositionelle Demokratische Partei (PD - Partito Democratico) reagiert mit Freude auf den Sieg Magyars. "Die Zeit der populistischen Rechten ist vorbei. Gewonnen haben die Freiheit, die Demokratie und der Wunsch nach Europa", kommentierte Italiens Oppositionschef Elly Schlein im Gespräch mit dem italienischen TV-Kanal "La7".

"Ungarn und Europa werden ohne Viktor Orbán ein besserer Ort sein. Auf Nimmerwiedersehen!", schrieb die linksgrüne Europaabgeordnete Ilaria Salis, Sie war 15 Monate in Ungarn inhaftiert, weil ihr vorgeworfen wurde, rechtsextreme Aktivisten angegriffen zu haben.

 23:13

Forint im Aufwind

Nach der Schicksalswahl in Ungarn reagieren die Märkte mit deutlichen Kursgewinnen. Der ungarische Forint konnte unmittelbar nach Bekanntgabe der ersten Tendenzen massiv an Wert gewinnen.

Die ungarische Landeswährung wertete am Sonntagabend gegenüber dem Euro deutlich auf. Laut aktuellen Bloomberg-Daten stieg der Forint um 22:02 Uhr um 1,7 Prozent auf einen Wert von 368,06 im Vergleich zur Gemeinschaftswährung.


Damit erreichte der Forint seinen stärksten Stand seit etwa Mitte 2023.

 23:11

Der politische Aufstieg des Peter Magyar

Der 45-jährige Magyar war früher selbst Fidesz-Anhänger und bis 2023 mit der ehemaligen Justizministerin Judit Varga verheiratet. Sein kometenhafter Aufstieg begann im Februar 2024 mit einem regierungskritischen Interview. Mit seiner Partei Respekt und Freiheit TISZA - die Abkürzung entspricht dem ungarischen Namen des Flusses Theiß - holte Magyar bei der EU-Wahl 2024 aus dem Stand sieben Mandate. TISZA wurde Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP), der auch die ÖVP angehört.

Früher war Orbáns Fidesz in der EVP beheimatet. Sie verließ die Parteienfamilie aber, weil sie ansonsten wegen Orbáns EU-feindlichem Kurs sowie Einschränkungen bei Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Medienfreiheit in Ungarn hinausgeflogen wäre. Gemeinsam mit der FPÖ gründete Orbán die rechtspopulistische EU-Parlamentsfraktion "Patrioten für Europa".

Die 199 Sitze des Parlaments in Budapest wurden für die nächsten vier Jahre in einer Kombination aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht vergeben. 93 Sitze werden über Parteilisten verteilt wie etwa in Österreich, 106 in den Einzelwahlkreisen wie etwa in Großbritannien. Es gilt eine Fünf-Prozent-Hürde für die Parteien für den Einzug ins Parlament. In den Einzelwahlkreisen gewinnt jener Kandidat, der die meisten Stimmen erhält.

Der bald 63-jährige Orbán galt mit seinem Schlagwort der "illiberalen Demokratie" als Symbolfigur der Rechtspopulisten in ganz Europa und darüber hinaus. Zudem galt Ungarns Regierungschef als Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump zugleich, und er pflegte auch gute Beziehungen zu China. Trump unterstützte ihn im Wahlkampf ganz offen, zuletzt mit einem Besuch von Vizepräsident JD Vance in Budapest sowie mit dem Versprechen von wirtschaftlicher Unterstützung für die Ungarn - aber nur im Fall eines weiteren Orbán-Sieges.

 22:58

Reaktionen aus Budapest

Balázs Orbán, ein Vertrauter von Viktor Orban, gratulierte der Tisza-Partei zum Sieg, Alex Soros sagte, das ungarische Volk habe sein Land zurückerobert.

"Wir bleiben im Dienst unseres Landes", schrieb Balázs Orbán, der politische Direktor des Premierministers, auf Facebook, der Péter Magyar und Tisza zum Sieg gratulierte. Er dankte allen, die die Fidesz-KDNP-Liste und deren Vertreter unterstützt haben. Er schloss: "Der Sieg ist nie endgültig, Niederlage ist niemals tödlich."

Alex Soros, der Sohn von George Soros, reagierte auf X: "Das ungarische Volk hat sein Land zurückgewonnen und tief verwurzelte Korruption und ausländische Einmischung entschieden abgelehnt."

 22:51

Orbans Worte nach der Wahlniederlage

Ministerpräsident Viktor Orbán hat seine Wahlniederlage eingeräumt. Auf dem Fidesz-Ergebnisempfang in Bálna sagte der noch amtierende Premierminister, dass "die Wahlergebnisse, auch wenn sie noch nicht vollständig sind, verständlich und klar, aber für uns schmerzhaft, sind. Ich gratulierte der siegreichen Partei."

In seiner Rede wandte sich Orban auch an Péter Magyar zu und gratulierte ihm zu seinem Sieg. In seiner Rede dankte er denen, die für die Regierungsparteien gestimmt haben.

 22:45

Fast 70 Prozent der Sitze für Magyar und Tisza

Die Tisza-Partei von Peter Magyar hat bei der Parlamentswahl in Ungarn einen überwältigenden Sieg errungen. Nach neuesten Berechnungen erreicht die Partei sogar die entscheidende Zweidrittelmehrheit.


Nach Auszählung von 84,91 Prozent der Wahllokale kommt die Tisza-Partei am Sonntag auf 138 von insgesamt 199 Mandaten. Das entspricht nach aktuellem Stand einem Anteil von 69,35 Prozent der Sitze im neuen Parlament.

 22:18

Jubel in Budapest

Nach der historischen Wahl in Ungarn versammeln sich tausende Menschen am Donauufer in Budapest. Direkt gegenüber vom Parlament feiern die Anhänger der Tisza-Partei den politischen Umbruch.

Die Stimmung bei der Wahlveranstaltung der Tisza-Partei ist am Sonntagabend auf dem Höhepunkt. Immer wieder skandieren die Menschen lautstark „Es ist aus!“, während sie auf das beleuchtete Parlamentsgebäude blicken.

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Ein weiterer zentraler Ruf der Menge lautet: „Die Theiß fließt über!“. Der Parteiname Tisza bezieht sich direkt auf den zweitgrößten Fluss Ungarns, der im Deutschen als Theiß bekannt ist. Gleichzeitig dient der Name als Abkürzung für „Respekt und Freiheit“, was die politischen Kernwerte der Bewegung unterstreicht.

 21:59

Der aktuelle Stand

Magyar und Tisza halten eine stabile Zwei-Drittel-Mehrheit bei 138 Sitzen.

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 21:48

Der Präsident Frankreichs und der Präsident der Europäischen Volkspartei gratulierten Péter Magyar

"Der französische Präsident Emannuel Macron und Manfred Weber, Präsident der Europäischen Volkspartei, haben uns gerade am Telefon zu unserem Sieg gratuliert", schrieb Péter Magyar auf Facebook.

Macron © Getty Images

Manfred Weber © APA/AFP/JOSE JORDAN

 21:46

Ein geschlagener Viktor Orban in Budapest

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 21:44

Wiens Bürgermeister gratuliert Magyar

„Die Wahl in Ungarn ist ein starkes Signal für Europa. Eine historische Wahlbeteiligung zeigt, wie sehr den Menschen Demokratie, Mitbestimmung und die Zukunft unseres Kontinents am Herzen liegen. Ich gratuliere Péter Magyar zum Wahlerfolg. Gerade in Zeiten großer geopolitischer Herausforderungen ist es entscheidend, dass Europa zusammensteht. Die Europäische Union ist ein Friedensprojekt, das auf gemeinsamen Werten wie Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Solidarität beruht.“, so Bürgermeister Michael Ludwig.

 21:37

Niederlage für Orban immer deutlicher

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Magyar und die Tisza stehen aktuell bei 137 Sitzen. 133 Sitze braucht das Tisza-Lager, um eine Zwei-Drittel-Mehrheit zu erreichen.

 21:33

Die Ära Orban ist zu Ende

Nach 16 Jahren an der Macht ist die Ära von Viktor Orbán in Ungarn beendet. Der Ministerpräsident hat am Sonntagabend offiziell die Niederlage seiner Partei Fidesz bei der Parlamentswahl eingeräumt.

Viktor Orbán trat nach Bekanntwerden der entscheidenden Zahlen vor die Öffentlichkeit, um den Ausgang der Wahl zu kommentieren.


In einem ersten Statement erklärte er, dass die Amtszeit seiner Regierung damit nach mehr als anderthalb Jahrzehnten endet. Der scheidende Ministerpräsident bezeichnete das Wahlergebnis als „schmerzhaft“. Er gestand ein, dass die Mehrheitsverhältnisse im Parlament künftig nicht mehr von seiner Partei Fidesz bestimmt werden.

 21:31

Magyar kann seine Mehrheit immer weiter ausbauen.

Er hat aktuell eine Mehrheit von 136 Sitzen.

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 21:29

Zwei-Drittel-Mehrheit für Oppositionspartei TISZA

Bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag dürfte die Oppositionspartei TISZA von Péter Magyar mit einem spektakulären Erdrutschsieg eine Zwei-Drittel-Mehrheit erlangt haben. Magyar teilte auf Facebook mit, Premier Viktor Orbán habe ihm zum Wahlsieg gratuliert.


magyar © epa/apa


Nach Auszählung von 53 Prozent der Stimmen lag Magyars TISZA bei 136 der 199 Mandate. Die seit 2010 regierende Fidesz von Premier Orbán lag demnach bei 56 Sitzen, die rechtsextreme Partei Mi Hazánk bei sieben.

 21:25

Magyar: Orbán hat zum Wahlsieg gratuliert

Viktor Orbán hat seinen Herausforderer Péter Magyar nach dessen Aussage angerufen und ihm zum Wahlsieg gratuliert

 21:20

Sieg für Oppositionspartei TISZA - Orbán gratuliert

Unmittelbar nach Schließung der Wahllokale zeigt sich Orbán-Herausforderer Péter Magyar euphorisch. In einer ersten Stellungnahme bedankte er sich am Sonntagabend bei der ungarischen Bevölkerung.

Orban habe gratuliert so Magyar.


Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem offiziellen Ende der Stimmabgabe am Sonntag fand Magyar emotionale Worte. Er sprach vor seinen Anhängern von „einer Feier der Demokratie“, die das Land an diesem Wahltag erlebt habe.

 21:07

Fast die Hälfte ausgezählt: Magyar mit Zwei-Drittel-Sensation

Die Tisza liegt aktuell bei 135 Sitzen!

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Nötig für eine Zwei-Drittel-Mehrheit im ungarischen Parlemane3t sind 133 von 199 Sitzen.

 20:58

Das ist der aktuelle Stand

Bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag deutet sich nach ersten Auszählungsergebnissen ein deutlicher Sieg für die Oppositionspartei TISZA an. Wie nach Auszählung von rund 30 Prozent der Stimmen aus den Daten der Wahlbehörde hervorging, lag TISZA von Péter Magyar bei 132 der 199 Mandate und damit knapp vor der Zwei-Drittel-Mehrheit. Die seit 2010 regierende Fidesz von Premier Viktor Orbán lag demnach bei 59 Sitzen, die rechtsextreme Partei Mi Hazánk bei acht.


Die 199 Parlamentssitze werden in einem Mischsystem aus Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht vergeben. Oppositionsführer Magyar betonte in seiner ersten Rede vor seinen Anhängern nach Wahlschluss dass bei diesen Wahlen Geschichte geschrieben worden sei. Er bat seine Anhänger um Geduld hinsichtlich zu erwartender fundierter Wahlergebnisse. Magyar betonte, "vorsichtig optimistisch" zu sein, was das Wahlergebnis anbelangt. Es gehe aber nicht darum, "Umfragen zu gewinnen". Er bezeichnete den heutigen Tag als "Fest der Demokratie" und bedankte sich bei den rund 50.000 Wahlhelfern der TISZA-Partei. Hinsichtlich Wahlbetrug betonte der TISZA-Vorsitzende, dass mehr als 1.000 Anzeigen bei seiner Partei eingegangen seien. Wer Wahlbetrug begangen habe, werde sich vor dem Gesetz verantworten müssen. Die Wahlparty von TISZA auf dem Donauufer gegenüber dem Parlamentsgebäude entwickelte sich bereits kurz nach Wahlschluss zur Massenveranstaltung, wie in Drohnenaufnahmen ungarischer Medien zu sehen war.

 20:57

Peter Magyar zeigt sich in Budapest siegessicher

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 20:50

Fast ein Drittel der Stimmen ausgezählt

Magyar kratzt an der Zwei-Drittel-Mehrheit. Tisaz kommt demnach auf 132 Sitze, nötig für eine Zwei-Drittel-Mehrheit sind 133 Sitze.

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 20:48

Die aktuell Wahlkreiskarte

Ungarn ist aktuell blau, die Farbe der Tisza von Magyar. Stand 20:49 Uhr

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 20:39

Aktuelle Auszählung

Neue Zahlen aus Budapest: Magar und seinen Tisza kommen demnach auf 128 Sitze, Orban und Fidesz auf 62.

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Bei den Listenstimmen steht es 49% für Tisza, 42% für Fidesz.

 20:36

Jetzt spricht Magyar

Péter Magyar: "Die überwiegende Mehrheit des ungarischen Volkes hat gespürt, wie wichtig und entscheidend die Wahl ist." Péter Magyar hielt nach Schließung der Wahlurne auf dem Batthyány-Platz eine Pressekonferenz ab.

Der Vorsitzende der Tisza-Partei sagte unter anderem, dass "die überwiegende Mehrheit des ungarischen Volkes gespürt hat, wie wichtig und schicksalhaft die Wahl ist." Wie er sagte: "Dies ist eine Feier der Demokratie."

Abschließend schloss er seine Rede mit den Worten: "Alle sollten friedlich und gelassen sein, wir sollten auf das Ergebnis warten, das, wenn es so ist, wie wir es uns vorgestellt und erwarten, einen großen ungarischen Karneval feiern sollen."

 20:28

Magyar baut Vorsprung aus

Es sind 14 Prozent der Stimmen ausgezählt. Tisza käme aktuell auf 125 Sitze und nur 65 für Fidesz. Bei den Listen-Stimmen kommt Tisaz aktuell auf knapp 48 Prozent. Orban und Fidesz auf knapp 44 Prozent.

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 20:13

Erster Zwischenstand

Laut einem ersten Zwischenstand liegt Magyar bei über 50%

 20:09

Nächste Umfrage sieht TISZA vorne

Auch die Prognose des Vox Populi-Wahlprognoseblogs, basierend auf dem gewichteten Durchschnitt aktueller Umfragen unabhängiger Forscher, wurde aktualisiert. Laut der Zusammenfassung des von Gábor Tóka gegründeten Blogs ist die Verteilung der Listenstimmen ohne Briefwahl wie folgt:


TISZA 52,2 %, Fidesz 41 %, Mi Hazánk 4,2 %, MKKP 1,5 % und DK 0,7 %.

 20:06

Teilergebnisse lassen noch auf sich warten

Belastbare Teilergebnisse lassen derzeit noch auf sich warten. Bisher gibt es nur Umfragen, die zwar nach Wahlschluss veröffentlicht wurden, aber mit Daten von vor der Wahl errechnet wurden. Sie sind also noch mit Vorsicht zu genießen.

 20:01

Zwei Umfragen, zweimal Magyar vorne

Bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag deutet sich laut einer Befragung ein deutlicher Sieg für die Oppositionspartei TISZA an. Wie nach Wahlschluss veröffentlichte Umfragen zweier Forschungsinstitute hervorging, dürfte TISZA von Péter Magyar 55 Prozent der Stimmen erhalten, die Fidesz von Premier Viktor Orbán 38 Prozent. Die 199 Parlamentssitze werden in einem Mischsystem aus Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht vergeben.


Uneinig waren sich die beiden Institute 21 Kutatóközpont und Medián lediglich darin, ob die rechtsextreme Partei Mi Hazánk (Unsere Heimat) die Fünf-Prozent-Hürde zum Einzug ins Parlament schafft. Während in der Mandatsschätzung von 21 Kutatóközpont TISZA in einem Drei-Parteien-Parlament mit 132 Mandaten ganz knapp unter der Zwei-Drittel-Mehrheit bliebe, sagte Medián ein Zwei-Parteien-Parlament mit 135 TISZA- und 63 Fidesz-Sitzen voraus.

 19:57

Beide Parteien optimistisch

Sowohl Herausforderer Péter Magyar als auch Orbáns Stabschef Gergely Gulyás zeigen sich optimistisch, was das Wahlergebnis betrifft. Gulyás erklärte zudem, dass die hohe Wahlbeteiligung auf eine massive Mobilisierungskampagne der Regierungspartei zurückzuführen sei.

 19:51

Stimmungstief bei Fidesz

Im Wahl-Zentrum der Fidesz-Partei in Budapest herrscht am Abend eine gedämpfte Stimmung. Nach den ersten Prognosen blicken die Unterstützer von Viktor Orbán mit Sorge auf die Ergebnisse.An der eigens aufgebauten Bühne im Budapester Wahlkampagnen-Zentrum warten die Sympathisanten und Unterstützer der Partei auf Bierbänken. Die Atmosphäre ist am Sonntagabend sichtlich angespannt, während man auf die weiteren Entwicklungen wartet. Auch oe24.TV-Reporter David Herrmann-Meng berichtet live aus Ungarn, dass die Stimmung bei der Fidesz-Wahlparty noch eher gedämpft ist.


David Hermann-Meng © oe24.TV


Im Laufe des Abends wird dort ein Auftritt von Ministerpräsident Viktor Orbán erwartet. Die Anhänger hoffen auf ein Signal ihres Parteichefs, während die Vorbereitungen für seine Rede auf der Bühne bereits abgeschlossen sind.

 19:48

Andere Umfrage sagt Orban-Sieg vorher

Laut einer landesweit Umfrage, die vor den Parlamentswahlen vom Center for Fundamental Rights durchgeführt wurde, lag Fidesz-KDNP bei 44,5 Prozent, während die Tisza-Partei bei 42 Prozent lag und Mi Hazánk bei 7 Prozent.


Laut der Meinungsumfrage wird bei einer höheren Wahlbeteiligung in 64 der 106 nationalen Einmandatswahlkreise ein Fidesz-Sieg erwartet, sodass sich nach dem 12. April landesweit wieder eine regierungsfreundliche Mehrheit bilden könnte. Unter den kleineren Parteien lag DK bei 4 Prozent.

 19:45

Magyar vor Zweitdrittel-Mehrheit?

Laut einer Median-Umfrage, die in den letzten fünf Tagen des Wahlkampfs durchgeführt wurde, kann die Tisza-Partei mit 55,5 Prozent der Listenstimmen rechnen, während das wahrscheinlichste Ergebnis von Fidesz bei 37,9 Prozent liegt. Laut der von Dienstag bis Samstag durchgeführten Umfrage würden Mi Hazánk, DK und die Hundepartei nicht ins Parlament kommen.

 19:43

Gute Stimmung bei Tisza

Die offiziellen Ergebnisse der Tisza-Party finden im Novotel Hotel statt. Dort ist die Stimmung siegesgewiss immer ich getroffen habe, Tiszás ist in bester Stimmung.

Der öffentliche Warteraum der Partei befindet sich auf dem Batthyány-Platz, wo sich viele Menschen versammeln.

 19:31

Rekordbeteiligung bei der Wahl

Die Wahl verzeichnete eine Rekordbeteiligung. Bis 18.30 Uhr, eine halbe Stunde vor Wahlschluss, hatten bereits 77,8 Prozent der Wahlbevölkerung ihre Stimme abgegeben. Der bisherige Teilnahmerekord bei einer Parlamentswahl in Ungarn lag zuvor bei der (damals noch existierenden) Stichwahl 2002 bei 73,51 Prozent. Der damalige Regierungschef Orbán verlor damals trotz entgegengesetzter Erwartungen die Wahl und musste für acht Jahre in Opposition.

 19:25

Die brandheiße Umfrage zur Ungarn-Wahl

Nach Schließung der Wahllokale deuten erste Umfragen auf einen historischen Machtwechsel in Ungarn hin. Die pro-europäische Tisza-Partei liegt demnach deutlich vor der amtierenden Fidesz-Partei.


Zwei am Sonntagabend veröffentlichte Umfragen sagen der Tisza-Partei einen Stimmenanteil von 55 bis 57 Prozent voraus. Diese Daten, die bereits vor einigen Tagen erhoben wurden, zeigen eine klare Tendenz zugunsten der Opposition, wobei Nachwahlbefragungen explizit nicht eingeflossen sind.


Ob die Tisza-Partei auch eine Zweidrittel-Mehrheit im 199 Sitze umfassenden Parlament erringen kann, bleibt zunächst offen. Für die Partei werden derzeit bis zu 135 Sitze vorhergesagt. Eine solche Mehrheit wäre zwingend erforderlich, um neben einem Regierungswechsel auch einen umfassenden Politikwechsel im Land rechtlich zu ermöglichen.

 19:23

Staatspräsident äußert sich

Tamás Sulyok sagte: "In den letzten Minuten wurde ich hier im Nationalen Wahlbüro darüber informiert, dass die Wahl 2026 ordnungsgemäß stattgefunden hat", sagte Sulyok, der glaubt, dass dies das starke Funktionieren der Demokratie beweist. Er hob auch die hohe Wahlbeteiligung hervor und fuhr fort: "In unserem Land gibt es ein klares öffentliches Vertrauen in die Durchführung der Wahlen. Die Ergebnisse der Wahlen werden ein legitimes Mandat dafür sein, wohin das Land gehen sollte."

 19:10

Erste Umfrage

Bei der ungarischen Parlamentswahl am Sonntag deutet sich laut einer Befragung ein deutlicher Sieg für die Oppositionspartei TISZA an. Wie aus einer direkt nach Wahlschluss veröffentlichten Umfrage des Institutes 21 Kutatóközpont hervorgeht, dürfte TISZA von Péter Magyar 55 Prozent der Stimmen erhalten, die Fidesz von Premier Viktor Orbán 38 Prozent. Die 199 Parlamentssitze werden in einem Mischsystem aus Verhältnis- und Mehrheitswahlrecht vergeben.


Achtung: Die Zahlen basieren offenbar auf Umfragen, die Tage vor der Wahl durchgeführt worden sind.

 19:08

Das war Orbans letzter Apell

Kurz vor dem Ende der Wahl hat sich Ministerpräsident Viktor Orbán am Sonntag mit einem eindringlichen Post an seine Anhänger gewandt. Er fordert die Menschen auf, für das Land einzustehen.


In einem Beitrag auf der Plattform Instagram appellierte Viktor Orbán am späten Nachmittag an die ungarische Bevölkerung. „Heute müssen wir Ungarn verteidigen!“, schrieb der Premier in seiner Nachricht an die Wähler.

Orbán nutzt die letzten Stunden vor Wahlschluss, um seine Basis auf eine maximale Beteiligung einzuschwören. Er macht deutlich, dass das Ergebnis nach seiner Einschätzung extrem knapp ausfallen könnte. Laut seiner Botschaft hängen „Frieden und Sicherheit Ungarns“ heute möglicherweise von einer einzigen Stimme ab.

 19:00

Wahllokale geschlossen

Es ist 19 Uhr. Die Wahllokale in Ungarn haben geschlossen. Jetzt wird ausgezählt. Nun heißt es gespanntes Warten auf die ersten Ergebnisse.

 18:48

Zoltan Szalai im oe24.TV-Interview

Szalai rechnet mit einem Orban-Sieg. Szalai ist Generaldirektor des MCC in Budapest. Seine Analyse: Tisza und Magyar konnten vor der Wahl besser mobilisieren, bei der Wahl geht er allerdings davon aus, dass Orban von einer erhöhten Wahlbeteiligung profitiere.

Zoltan szalai


Szalai meint, dass der "Druck aus dem Ausland" diesmal in Ungarn so hoch sei, wie noch nie.


"Ungarn vertritt ungarische Interessen", betonte Szalai. Das sei auch die Linie von Viktor Orban. Vorwürfe von Korruption in Ungarn wies Szalai zurück.

 18:44

Fidesz-Wahlzentrale öffnet die Türen

Die Regierungspartei Fidesz von Ministerpräsident Viktor Orbán hat ihr Wahl-Ergebniszentrum im Bálna geöffnet. Medienvertreter und Sympathisanten bereiten sich auf die ersten Ergebnisse vor.


Journalisten erhielten kurz nach 17:00 Uhr Einlass in das Gebäude, um die ab 20:00 Uhr erwarteten Ergebnisse und Reaktionen zu verfolgen. Laut dem Portal „hvg“ werden die Medienvertreter dort jedoch räumlich getrennt untergebracht.


An den Türen gelten am Sonntag extrem strenge Sicherheitsvorkehrungen. Berichten zufolge wurden Taschen ausländischer Journalisten offenbar willkürlich ausgesucht und intensiv kontrolliert. Dabei kam laut dem Nachrichtenportal sogar ein Drogenspürhund zum Einsatz, um das Gelände zu sichern.

 18:40

Gleich schließen in Ungarn die Wahllokale

Ab 19 Uhr wird in Ungarn ausgezählt. Dann entscheidet sich, ob Viktor Orban nach 16 Jahren an der Macht bleibt oder ob ihn Peter Magyar ablöst.


Magyar und Orban © APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK

 18:20

Viele gehen in Budapest zur Wahl

In Budapest wurde laut den Wahldaten um 17 Uhr die höchste Wahlbeteiligung im Wahlkreis Nummer 3 (Teil von Hegyvidék und Újbuda) verzeichnet. Dort stimmten 81,14 Prozent ab. Die zweithöchste Wahlbeteiligung war im Bezirk 15 (Teil der Bezirke XVII und XVIII).

 18:13

Wahlbeteiligung steigt immer weiter

Die Beteiligung bei der ungarischen Parlamentswahl steuert auf einen Spitzenwert zu. Laut dem Nationalen Wahlbüro haben bis 17:00 Uhr bereits über 5,5 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben.


Das Nationale Wahlbüro (NVI) veröffentlichte am Sonntag die neuesten Daten zum Wahlgang. Demnach liegt die Beteiligung der Wahlberechtigten bei beeindruckenden 74,23 Prozent.


Dieser Wert entspricht mehr als 5,5 Millionen Menschen, die bereits den Weg in die Wahllokale gefunden haben. Die hohe Beteiligung deutet auf eine massive Mobilisierung in allen Landesteilen hin, während die Wahllokale noch für die finale Phase der Abstimmung geöffnet bleiben.

 17:49

Bombendrohung auch in Pécs

Auch in Pécs kam es zu einer Bombendrohung. Betroffen war ein Wahllokal in einem Krankenhaus im Wahlkreis Baranya 1.


Die Drohung wurde mittels einer automatisierten Stimme telefonisch übermittelt. Die Polizei überprüfte unmittelbar das Gebäude und stellte fest: falscher Alarm. Die Wahl konnte mittlerweile wieder fortgesetzt werden.

 17:48

Bence Bauer im oe24.TV-Interview

Bence Bauer vom MCC im oe24.TV-Interview live aus Budapest.


Live aus Budapest im Interview mit oe24.TV betonte Bauer die enorm hohe Wahlbeteiligung. Er geht von bis zu 80 % Wahlbeteiligung aus. Bauer rechnete mit dem Einzug von drei Parteien ins ungarische Parlament. Zum einen natürlich die großen Kontrahenten Orban und Magyar und auf der dritten Seite die rechtsradikale Partei Mi Hazánk.

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Für den Wahlausgang prognostiziert Bauer ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Er rechnet mit rund 3 Millionen Stimmen für beide Lager und dann wäre es ganz knapp und ein Ringen um die Mehrheit bis zum Schluss.

 17:34

Bombendrohung in Miskolc

In Mikolc wurde die Wahl in einigen Wahllokalen aufgrund einer Bombendrohung kurzzeitig unterbrochen. Mehrere Polizeiwagen trafen um circa 15 Uhr ein und durchsuchten das Gebäude mit Sprengstoffspürhunden. Das berichtete die Lokalzeitung minap.hu.


Die Hunde fanden keinen Sprengstoff. Die Wahl konnte damit knapp eine halbe Stunde später wieder fortgesetzt werden.

 17:15

Magyar will nochmal mobilisieren

Im Endspurt der ungarischen Parlamentswahl betonen sowohl Regierung als auch Opposition die enorme Bedeutung der Wahlbeteiligung. Jede einzelne Stimme könne laut den Spitzenkandidaten den Ausschlag geben.


Oppositionsführer Péter Magyar richtete sich am Sonntag über die sozialen Medien an die Bevölkerung. „Jede Stimme kann entscheidend sein“, schrieb der Chef der Tisza-Partei in einem Posting auf Facebook.


Damit schlägt Magyar einen ähnlichen Ton an wie Ministerpräsident Viktor Orbán. Dieser hatte bereits zuvor eindringlich vor seinen Anhängern gewarnt und die Wichtigkeit der Teilnahme betont. Laut Orbán könne das Schicksal des Landes am Ende sogar von einer einzigen Stimme abhängen.

 17:09

NEOS-Brandstätter im oe24.TV-Interview

Im Interview mit oe24.TV zeigte sich Helmut Brandstätter überzeugt von Peter Magyar und hoffte auf einen Sieg gegen Orbán. Er prangerte Korruption in Ungarn unter Orbán an.


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Orban und seinen Leute warf er vor, "Agenten Russlands" zu sein. "Mitten in der Europäischen Union sitzt ein Agent Putins", polterte Brandstätter weiter gegen Orban. Auch die FPÖ nahm er in die Verantwortung. Die FPÖ ist mit Orban eng verbündet.

 17:03

Wahlbeobachter in Ungarn

Rund 900 ausländische Beobachter haben sich für die ungarischen Parlamentswahlen angemeldet. Wie bereits vor vier Jahren soll so die Ordnungsmäßigkeit des gesamten Wahlvorgangs sichergestellt werden.


Die internationalen Experten sind bereits am Sonntag in den verschiedenen Wahlkreisen im Einsatz. Mit Abstand die meisten Beobachter entsandten die OSZE und ihre Parlamentarische Versammlung sowie die Venedig-Kommission.


Auch die Orban treu verbundene Fraktion „Patrioten für Europa“ des Europaparlaments nimmt an der Mission teil und ist mit einem Dutzend Beobachtern direkt vor Ort in Ungarn präsent.

 16:52

Nobelpreisträger gibt seine Stimme ab

László Krasznahorkai stimmte in Mailand ab. Er beteiligte sich im Konsulat an der Ungarn-Wahl.


laszlo krasznahorkai © Getty Images

 16:45

Orban-Lager wirft Opposition Gewalt vor

Balázs Orbán, der Wahlkampfleiter des ungarischen Premiers, erhebt am Sonntag schwere Vorwürfe gegen die Opposition. Er bezichtigt Mitglieder der Tisza-Partei eines gewalttätigen Auftretens.


In einem Posting auf Facebook schrieb der enge Vertraute von Viktor Orbán, dass Anhänger der Opposition in Wahllokalen randalieren würden. Er behauptete zudem, dass diese sogar „mit Waffen auf die Straße gehen“ würden. Belege für diese schwerwiegenden Anschuldigungen lieferte er in seinem Beitrag jedoch nicht mit.


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Trotz fehlender Beweise schlägt der Wahlkampfleiter Alarm und kündigt Konsequenzen an. „Wir werden nicht tatenlos zusehen! Lasst uns Frieden und Sicherheit bewahren!“, so Balázs Orbán in seiner Stellungnahme.

 16:39

Vilimsky im oe24.TV-Interview

Harald Vilimsky von der FPÖ hofft auf Orban.


Im Interview mit oe24.TV zeigte sich der FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament, Harald Vilimsky, optimistisch, dass Viktor Orban heute die Wahlen gewinnen werde. Vilimsky lobt die Politik Orbans und sprach von einem "guten Bauchgefühl", dass Orban gewinnen werde. Es gäbe außerdem gegenseitige Wertschätzung zwischen Orban und Vilimsky.


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"Orban ist ein integraler Bestandteil der Patrioten für Europa", betonte Vilimsky mit Blick auf die Allianz der Rechtsparteien in Europa.


Ungarn könnte eine "Kolonie" der Europäischen Union werden, das meint Vilimsky mit Blick auf einen Wahlsieg von Orban-Kontrahent Peter Magyar. Vilimsky nannte Magyar einen "Hampelmann" der EU und von von der Leyen.


Vilimsky ist außerdem als Wahlbeobachter in Ungarn.

 16:14

Über Zwei Drittel der Ungarn haben schon gewählt

Bei der Parlamentswahl in Ungarn zeichnet sich am Sonntag ein Teilnahmerekord ab. Nach Zahlen des Nationalen Wahlbüros (NVI) gaben bis 15.00 Uhr 66 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 2022 waren es um diese Zeit 52,75 Prozent. Die Wahl gilt als Richtungsentscheidung. Premier Viktor Orbán muss nach vier Wahlsiegen in Folge erstmals zittern: In den Umfragen lag seine Partei Fidesz hinter ihrem Herausforderer TISZA von Oppositionsführer Péter Magyar.

 16:11

Erste Ergebnisse ab 20 Uhr möglich

Nach der Schließung der Wahllokale am Sonntag werden die Daten etwa alle zehn Minuten auf den neuesten Stand gebracht. Zunächst konzentrieren sich die Wahlhelfer auf die Stimmen für die Direktkandidaten, woraufhin die Parteilisten und schließlich die Nationalitätenlisten folgen.


Parallel dazu startet bereits ab 19:00 Uhr die Auswertung der Briefwahlstimmen. Rund 232.000 eingegangene Stimmen werden zu diesem Zeitpunkt geöffnet und eingescannt, um eine schnelle Ermittlung vorläufiger Ergebnisse zu ermöglichen. Auch diese Daten fließen direkt in die zentrale Erfassung der Wahlbehörde ein.


Die Resultate aus den einzelnen Wahlkreisen werden ohne Umwege an die Behörde übermittelt und online gestellt. Trotz der schnellen Aktualisierungen können endgültige Ergebnisse erst in den kommenden Tagen feststehen. Besonders bei knappen Rennen sind laut NVI sogar Nachzählungen möglich, was die finale Entscheidung verzögern könnte.

 16:03

"Bin froh, nicht Selenskyj zu sein"

Auf die Frage eines Journalisten, ob er Territorium Ungarns an Russland geben würde, wenn sein Land angegriffen würde, antwortet Viktor Orbán am Sonntag: „Ich bin froh genug, nicht Selenskyj zu sein.“


Der ungarische Ministerpräsident hatte seinen bisherigen Wahlkampf stark auf Russlands Krieg gegen die Ukraine bezogen. In seinen Auftritten warnte er davor, dass Oppositionskandidat Péter Magyar Ungarn in den Krieg ziehen wolle.

 16:01

Erste Orte schon fertig

Während in weiten Teilen Ungarns noch reger Andrang herrscht, haben die ersten Mini-Orte die Wahl bereits hinter sich. In kleinsten Wahlkreisen gaben alle registrierten Bürger ihre Stimme ab.


In Tornakápolna haben laut der ungarischen Wahlbehörde bis Sonntag um 13:00 Uhr bereits alle ihre Stimme abgegeben. Der Ort zählt insgesamt nur 20 wahlberechtigte Personen.


Die Abstimmung in diesen Mini-Orten ist damit offiziell abgeschlossen. Während landesweit noch lange Schlangen vor den Wahllokalen stehen, herrscht in Tornakápolna bereits Klarheit über die Beteiligung.


Rekord im kleinsten Wahllokal

Auch im kleinsten Wahllokal des Landes in Budapest ist alles erledigt. Dort waren lediglich sechs Wähler registriert, von denen jeder einzelne bereits gewählt hat. Diese kuriosen Randerscheinungen stehen im starken Kontrast zum restlichen Geschehen am Wahltag.

 15:53

Magyar kontert Bürgerkriegs-Vorwürfe

Orbans Herausforderer Peter Magyar weist Warnungen vor möglichen Unruhen nach der Wahl entschieden zurück. Er sagt, dass Gewaltpläne "Panikmache und Lügen" der Regierung seien. Sein Vorwurf: Das Fidesz-Lager würde gezielt Angst schüren – es sei eine "verzweifelte Kampagne", so Magyar. Der Oppositionspolitiker hält die Vorwürfe für reine Unruhestiftung. Magyar prognostiziert einen ruhigen Wahlabend, der von "Gelassenheit und Zuversicht" getragen werde.

 15:39

Viele Auslandsungarn gehen zur Wahl

Rund 293.000 Briefwahlstimmen von Auslandsungarn sind bereits beim Nationalen Wahlbüro eingegangen. Besonders im Karpatenbecken ist die Beteiligung der knapp 500.000 Wahlberechtigten enorm hoch.


Eine überwältigende Mehrheit der Stimmen wurde direkt in den Außenvertretungen abgegeben. Dabei führen die Stimmabgaben in Rumänien mit großem Vorsprung die Statistik an. Auch in Serbien zeigt sich eine starke Präsenz der Wahlberechtigten, die von ihrem Stimmrecht aus der Ferne Gebrauch machen.


Neben den Nachbarländern spielen auch andere europäische Staaten eine Rolle beim aktuellen Wahlgang. Aus Deutschland gingen bereits mehrere tausend Briefwahlstimmen beim NVI ein. Auch aus der Schweiz und Großbritannien wurden jeweils mehrere hundert Einsendungen verzeichnet.

 15:12

Auslands-Ungarn stehen vor Konsulaten Schlange

Ungarische Beobachter melden auch aus dem Ausland eine hohe Wahlbeteiligung. So standen in Brüssel an der ungarischen Botschaft heute bereits zahlreiche Personen in einer riesigen Menschenschlange an, um ihre Stimme abzugeben. Ein Video soll die wartenden Menschen zeigen.


 15:03

Magyar wendet sich an Landsleute: "Albtraum endet heute"

In einem Facebook-Video sagt Orban-Herausforderer Peter Magyar kämpferisch, dass der "Albtraum" der letzten Jahre "bis zum Abend" vorbei sei. Der Tisza-Chef ruft zum Wählen auf: Jeder solle wählen gehen – und auch Freunde und Familie dazu bewegen.


Dann macht er eine Ansage: Ein Sieg von Fidesz sei "unmöglich". Magyar warnt vor möglichem Betrug – dieser werde den Unterschied aber nicht ausgleichen. Sein erklärten Ziel sei ein ein "Regimewechsel".

 15:00

Außergewöhnlich hohe Wahlbeteiligung

Das Nationale Wahlbüro Ungarns hat verkündet, dass bis 13 Uhr rund 54,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Das sind bereits mehr als 4 Millionen Menschen. Der Trend zur außergewöhnlich hohen Beteiligung setzt sich also fort, denn bereits am Vormittag lagen die Zahlen deutlich über denen der letzten Wahl.