Im Rahmen eines Sekundärtransportgipfels haben die zuständigen Regierungsmitglieder Anton Kasser und Martin Antauer gemeinsam mit den maßgeblichen Partnerorganisationen konkrete Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Patiententransporte in Niederösterreich festgelegt.
In Niederösterreich sind im Rahmen eines Sekundärtransportgipfels Maßnahmen festgelegt worden, die zu einer Verbesserung für die Patienten führen sollen. Die Wartezeit soll in der Regel zwei Stunden nicht überschreiten, wurde am Freitag in einer Aussendung festgehalten. Zuletzt hatten Fälle von längeren Wartezeiten vor allem im Waldviertel für Unmut und Kritik gesorgt.
Wenn bereits in einem Klinikum versorgte Patientinnen und Patienten von einer medizinischen Einrichtung in eine andere spezialisierte Versorgungseinheit gebracht werden, wird ein Sekundärtransport durchgeführt. In Niederösterreich sind hier seit Jahresbeginn die Johanniter zuständig, es gibt einen aufrechten Vertrag mit der Landesgesundheitsagentur.
Durchschnittliche Wartezeit bei 41 Minuten
Festgelegt wurde nun, dass die Wartezeit in der Regel zwei Stunden nicht überschreiten soll. Bei weniger dringlichen Transporten kann diese Vorgabe in Ausnahmefällen entfallen. Bereits in den vergangenen Wochen sei die durchschnittliche Wartezeit gesenkt worden, sie liege bei rund 41 Minuten, hieß es in der Aussendung.
Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen die Aufstockung der Flotte um insgesamt sieben zusätzliche Fahrzeuge seit Mitte Jänner, optimierte Betriebszeiten zur besseren Abdeckung von Spitzenzeiten, eine verbesserte Positionierung der Fahrzeuge im Umfeld der Krankenhäuser sowie eigene Parkflächen vor den Kliniken, wurde festgehalten. Zudem sollen die Johanniter als Ausfluss des Gipfels einen weiteren Standort im Waldviertel bekommen, geplant ist dieser im Bezirk Zwettl.
"Unser klares Ziel ist es, dass Patientinnen und Patienten rasch und verlässlich transportiert werden. Die Zahlen zeigen, dass die ersten Maßnahmen bereits wirken", betonte der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser (ÖVP).
Ein weiterer Schwerpunkt war die Definition der Versorgungsmöglichkeiten und Leistungsspektren der einzelnen Kliniken, um bereits beim Erstkontakt sicherzustellen, dass Patientinnen und Patienten direkt in das passende Krankenhaus gebracht werden können. Laufend weiter optimiert werden soll auch die Disposition der Sekundärtransportmittel, ein öffentliches Dashboard wird künftig über die durchschnittlichen Wartezeiten informieren. Damit und mit der "laufenden Optimierung der Abläufe bei unseren Partnerorganisationen" werde "dafür gesorgt, dass die Qualität der Patiententransporte nachvollziehbar ist und weiter verbessert wird", kündigte Landesrat Martin Antauer (FPÖ) an.