Wenn sich der Frühling einstellt, droht traurigerweise vielen Tieren der Tod auf dem Asphalt. Besonders dramatisch ist die Lage in Niederösterreich. Ohne Änderungen in Verkehrs- und Raumplanung droht die Zahl der verendeten Tiere weiter zu steigen.
Jahr für Jahr verlieren in Österreich rund 17.000 Hasen ihr Leben im Straßenverkehr, wie WWF und VCÖ vermelden - fast die Hälfte davon in Niederösterreich. Mit zuletzt 8.341 getöteten Tieren liegt das Bundesland an der Spitze dieser traurigen Statistik, weit vor Oberösterreich (3.048) und dem Burgenland (2.636). Dabei geht man von deutlich höheren Zahlen aus, da etliche Fälle gar nicht erfasst werden.
Dabei gilt gerade Niederösterreich traditionell als wichtiger Rückzugsraum für Hasen. Und genau dieser wird zunehmend zerschnitten: Straßen durchziehen Felder und Wiesen, vor allem im Umland von Wien nimmt die Verbauung rasant zu. Für die Tiere wird es immer schwieriger, sichere Wege zu finden.
Rund um Ostern sind Hasen besonders aktiv und legen lange Strecken zurück. Dabei geraten sie häufig auf befahrene Straßen. Österreichs dichtes Straßennetz wird so zur tödlichen Falle. Ohne notwendige Änderungen in Verkehrs- und Raumplanung droht die Zahl der verendeten Tiere in Zukunft noch weiter anzusteigen.