Stunt-Unfall: Opfer war Pokerspieler

Nach Verwechslung

Stunt-Unfall: Opfer war Pokerspieler

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Nachdem der vermeintliche ­Todeslenker lebt, fand ÖSTERREICH das wahre Crash-Opfer.

Bgld/NÖ. Es geht um den „Unfall“ am 26. Jänner spätnachts auf der Landstraße bei Wimpassing. Ein Fahrer gab mit einem schwarzen bei einem Autoverleiher ausgeborgten Audi Q 8  plötzlich Gas, nahm die Hände vom Lenkrad, zückte eine silberne Pistole und jagte sich – bevor der SUV an einem Begrenzungsstein abhob und gegen einen geparkten Lkw donnerte – eine Kugel in den Kopf. Gerüchte, die von einer Zeitung aufgebracht wurden, dass es sich bei dem Todeslenker um den Prokuristen eines großen Unternehmens in Eisenstadt handelte, erwiesen sich als falsch. ÖSTERREICH sprach sogar mit den vermeintlichen Toten: „Nein, ich hatte keinen Unfall“, konnte der das Missverständnis rasch aufklären.

Weitere Recherchen führten zum tatsächlich Verstorbenen, der denselben Namen wie der bezichtigte Prokurist trägt, genauso alt ist und ebenfalls in Eisenstadt lebte. Viel ist über diesen Markus F. nicht bekannt, außer dass der 35-Jährige vor einem Monat Geburtstag hatte, jahrelang von einem Pokerturnier zum nächsten reiste und dabei auch zu einigem Wohlstand gekommen sein dürfte – sein Haus im Villenviertel von Eisenstadt ist ­beachtlich. Doch zuletzt fehlte ihm jeder Lebenswille – dreimal soll er es schon versucht haben, alles zu beenden, ehe er auf die Idee mit dem Q 8 kam. „Möge deine Seele Frieden finden“, posten Freunde auf seiner Facebookseite.


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