Mauterner Brücke

"Verkehrsstau-Extremfall eingetreten“: Kremser Bürgermeister hätte Ersatzbrücke bevorzugt

Durch die Ausschreibung einer Fährlösung statt einer Ersatzbrücke wurden in der Meinung des Kremser Bürgermeisters Peter Molnar (SPÖ) zwei Jahre Zeit verloren.

Schon im August 2024 haben die Bürgermeister aus Mautern (Heinz Brustbauer, ÖVP) und Krems (Peter Molnar, SPÖ) vor einer Sperre der Mauterner Donaubrücke gewarnt und Unterschriften gegen den damals noch geplanten Fährbetrieb während der rund drei-jährigen Sanierung/Neubau der Mauterner Donaubrücke gesammelt. Innerhalb weniger Wochen wurde die Petition "Zurück zum Anfang“ von mehr als 12.000 Betroffenen unterstützt. "Statt von vornherein auf eine Ersatzbrücke während der Bauarbeiten zu setzen, wurde mit der Ausschreibung einer völlig unzureichenden Fährlösung wertvolle Zeit verloren“, kritisiert Bürgermeister Peter Molnar. "Mit Unterstützung der Bürgermeister der Welterbegemeinden und der Bevölkerung konnte eine Fährlösung abgewehrt werden. Erst vor wenigen Monaten wurde - viel zu spät - auf eine Ersatzbrücke während der Bauarbeiten gesetzt", so Molnar.

Donaubrücke Stein–Mautern: Einschränkung der Fahrbahnbreite

Warnung vor Sperre der Mauterner Donaubrücke

© NÖ Straßendienst

"In einem offiziellen Schreiben der Stadt Krems habe ich mich beim zuständigen Landesrat Udo Landbauer (FPÖ) dafür bedankt, aber auch deutlich zum Ausdruck gebracht, dass durch diese vollkommen unnötige Verzögerung zwei wertvolle Jahre verstrichen sind, und die Gefahr einer Totalsperre bzw. zumindest weiterer großflächiger Verkehrseinschränkungen bei der für Bevölkerung, Wirtschaft und Tourismus immens wichtigen Überfahrt über die Donau jeden Tag größer wird. Jetzt ist dieser Fall eingetreten und bis zur Fertigstellung der Ersatzbrücke ist ein Verkehrschaos in Krems zu befürchten, denn die Mauterner Donaubrücke wird jeden Tag von 3.000 bis 4.000 Autos und bis zu 1.000 Radfahrern benützt. Umso mehr rächt sich auch die fehlende Unterstützung des Büro Landbauers für eine Fuß- und Radverkehrsbrücke über die Donau neben der bestehenden Eisenbahnbrücke. Landesrat Landbauer hat die Bevölkerung links und rechts der Donau also schon mehrfach im Stich gelassen, und wir müssen jetzt zumindest zwei Jahre lang die Konsequenzen daraus tragen“, ärgert sich Bürgermeister Peter Molnar.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten