Zu wenig Nachwuchs

Waldviertel: Bevölkerungs-Rückgang trotz Zuzug

Zwar zieht das Waldviertel immer mehr Städter an, trotzdem schrumpft dort weiterhin die Bevölkerung. 

Das Waldviertel boomt: Allein im vergangenen Jahr entschieden sich 5.752 Menschen dazu, dort ihren Hauptwohnsitz anzumelden – das sind um 406 Personen mehr als weggezogen sind. Kurioserweise nimmt die Gesamtbevölkerung in der niederösterreichischen Region trotzdem ab. In Zahlen haben sich die Waldviertler seit 2002 von 223.385 auf 215.137 laut Statistik Austria reduziert.

Der Grund: Es sterben deutlich mehr Menschen, als geboren werden. 2.686 Todesfälle standen im Vorjahr nur 1.566 Geburten gegenüber, was ein Minus von 1.120 Einwohnern zur Folge hatte. Projekte wie "Wohnen im Waldviertel" sollen das ändern. Erfreulich: Viele junge Wiener zieht es laut Initiator Josef Wallenberger wegen der günstigen Preise und besseren Lebensqualität aufs Land. 

Besonders Krems profitierte mit einem Zuwachs von 231 Einwohnern, gefolgt von Horn mit 146 und Gmünd mit 78. Weniger Menschen lebten dagegen in Waidhofen an der Thaya (minus 7) und Krems-Land (minus 46). Die günstigen Grundstückspreise dürften wohl der Hauptgrund für den jüngsten Zuzug sein: Im Schnitt kostete der Baugrund nur 75 Euro pro Quadratmeter, in vielen Orten sogar unter 25 Euro.

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