Geld zusammenhalten

Weniger Privatkonkurse im Vorjahr in NÖ

In Niederösterreich ist die Zahl der Privatkonkurse im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent gesunken. Damit ist Niederösterreich eines von vier Bundesländern, die einen Rückgang verzeichneten. 60 Prozent der Privatkonkurse entfielen auf Männer. 

Im Jahr 2025 meldeten 1.259 Personen in Niederösterreich Privatkonkurs an, wie der Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) in einer Aussendung mitteilt. 2024 waren es noch 1.303 gewesen. Einen stärkeren Rückgang gab es nur in Tirol (-6,9 Prozent), Salzburg (-6,4 Prozent) und der Steiermark (-5,8 Prozent). Den höchsten Anstieg an Privatkonkursen verzeichnete Vorarlberg mit einem Plus von 9,6 Prozent. Auch die mit Privatkonkursen durchschnittlich verbundenen Schulden sanken in Niederösterreich im Vorjahr. Im Schnitt hatten betroffene Personen hier im Schnitt 129.000 Euro Schulden, um 44.000 weniger als 2024. Österreichweit stieg die durchschnittliche Schuldensumme bei Privatkonkursen dagegen um 40.000 Euro bzw. 35 Prozent auf 153.000 Euro an. Insgesamt befinde sich das Schuldenausmaß in Österreich seit 2019 aber auf einem relativ konstanten Niveau, heißt es in der Aussendung. 

Mehr Männer als Frauen betroffen

Gleich geblieben ist in Niederösterreich hingegen die Geschlechterverteilung: Wie schon 2024 entfielen auch 2025 60 Prozent der Privatkonkurse im Bundesland auf Männer und 40 Prozent auf Frauen. Diese Aufteilung entspricht auch dem bundesweiten Trend, wo es 61 Prozent bei den Männern und 39 Prozent bei den Frauen waren. Die Hauptursache für Privatkonkurse liege „bei beiden Geschlechtern im persönlichen Verschulden, dazu zählen u.a. die Überschätzung der eigenen finanziellen Leistungskraft und ein schlechtes Konsumverhalten“, heißt es vom KSV1870.

Am häufigsten betrafen Privatkonkurse im Vorjahr erneut Menschen im Alter von 41 bis 60 Jahren. Auf sie entfielen sowohl niederösterreich- als auch österreichweit 49 Prozent sowie bundesweit fast zwei Drittel der Passiva. Die durchschnittliche Schuldensumme stieg bei ihnen zudem um 70.000 Euro auf 201.000 Euro an.

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