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Jetset-Alarm am Opernball: Geiss-Töchter machen VIP-Loge zum Millionärsclub!

Das Luxus-Duo sorgt für den nächsten Coup am Ball der Bälle und bildet den funkelnden – wenn auch platzsparenden – Schlusspunkt in der ohnehin bereits dicht besiedelten Loge von Adi Weiss und Michael Lameraner. 

Der diesjährige Wiener Opernball schickt sich an, die ehrwürdigen Mauern der Staatsoper einer Belastungsprobe der besonderen Art zu unterziehen. Wenn am 12. Februar die Fanfaren erschallen, trifft textile Askese auf dionysische Diven-Allüren und Hollywood-Glanz auf ein gewaltiges Reality-Gewitter. Ein gesellschaftlicher Cocktail, der explosiv gemischt ist.

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Von Jetset-Juniorinnen und Cowboystiefeln

Als wäre das Star-Aufgebot nicht schon schwindelerregend genug, wurde nun ein weiterer logistischer Geniestreich verkündet: Die Geiss-Sprösslinge Davina und Shania beehren das Parkett. In der Loge der Lifestyle-Gurus Adi Weiss und Michael Lameraner wird man also nicht nur über die neueste Couture fachsimpeln, sondern darf sich auf eine geballte Ladung „High Society“-Attitüde freuen. Flankiert werden sie von einer illustren Runde, die gegensätzlicher kaum sein könnte: Während Simone Thomalla routinierte Eleganz versprüht und Model Nadine Mirada die Kurven feiert, bringen The Boss Hoss hoffentlich eine Prise Rock ’n’ Roll in die steife Brise des Staatsballs – sofern man dort für ihre Stiefel eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

 


 

Stoffmangel und verbale Querschläger

Die wohl größte modische Ungewissheit betrifft jedoch weiterhin Micaela Schäfer. Die „Nacktschnecke“ der Nation pflegt bekanntlich eine innige Feindschaft mit jeder Form von Textil. Es bleibt abzuwarten, ob sie den Dresscode – Frackzwang und bodenlanges Abendkleid – eher als grobe Empfehlung oder als persönliche Beleidigung auffasst. Begleitet wird die Szenerie von Evelyn Burdecki, der amtierenden Monarchin des charmanten verbalen Missverständnisses, und Oliver Pocher, dessen Anwesenheit meist die Vorstufe zu einer neuen juristischen Akte darstellt. Man darf rätseln, ob Pocher den Abend nutzt, um diplomatische Brücken zu bauen oder eher, um die nächste einstweilige Verfügung zu provozieren.

Sharon Stone ist Guschlbauers Stargast.

Sharon Stone ist Guschlbauers Stargast.

© Getty Images

Diven-Dramaturgie hinter dem Fächer

Glücklicherweise erfährt das Tableau durch die Anwesenheit von Sharon Stone und Fran Drescher eine dringend benötigte Dosis Weltstar-Aura. Doch wo Licht ist, ist bei der Opern-Diva Anna Netrebko meist auch ein sehr scharf gezogener Schatten. Wir erinnern uns mit morbidem Vergnügen an jenen Vorabend vor zwei Jahren: Ein Logennachbar berichtete süffisant, die Diva habe ihre Abneigung gegen die Kollegin Garanca derart plastisch zum Ausdruck gebracht, dass man um das Wohlbefinden ihres Magens fürchten musste. Ein vor das Gesicht gehaltener Fächer als Schutzschild gegen „brechreizerregende“ Gesangskunst – es sind diese pantomimischen Glanzleistungen hinter verschlossenen Logentüren, die den Ball erst zum „Ball der Bälle“ adeln.

Die vornehme Zurückhaltung der Macht

Während das Blitzlichtgewitter die Prominenz in den Fokus rückt, übt sich die Politik in asketischer Abwesenheit. Das Staatsbankett bleibt weitgehend verwaist, sieht man von der Anwesenheit der Herren Babler, Van der Bellen und Ludwig ab. Man scheint in den Ministerien derzeit lieber das politische Parkett zu meiden, um nicht über die rhetorischen (oder textilen) Fallstricke der oben genannten Gäste zu stolpern.

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