Wifi-Prognose

Arbeitslosigkeit in Oberösterreich bleibt hoch

AK-Präsident Kalliauer präsentierte am Mittwoch die Ergebnisse einer Studie über die Beschäftigungsentwicklung in Oberösterreich bis zum Jahr 2010. Fazit: Das Arbeitsvolumen wird kaum steigen.

Laut der neuen Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo) wird die Zahl der unselbständigen Beschäftigungsverhältnisse zwar steigen, das Arbeitsvolumen jedoch kaum. Der Grund ist, dass vor allem Teilzeitbeschäftigung wachsen wird. Immer schwieriger wird es auch für schlecht qualifizierte Arbeitsuchende, denn das geforderte Ausbildungsniveau steigt ständig.

Die von Helmut Mahringer erstellte Studie rechnet zwischen 2004 und 2010 mit einem jährlichen Beschäftigungswachstum von 0,9 Prozent in Österreich und 1,1 Prozent in Oberösterreich. Die Beschäftigungsverhältnisse in diesem Bundesland sollen demnach um 37.600 auf 575.000 steigen.

Dienstleistungssektor wächst weiter
Die Studie ergab zudem, dass Veränderungen in den Branchen und in der Berufsstruktur zu erwarten seien: Weniger Arbeitsplätze in der Sachgüterproduktion, deutliche Zuwächse in der Metall erzeugenden Industrie. Treibende Kraft im Beschäftigungsanstieg wird der Dienstleistungssektor. Hier werden künftig auch Hilfsarbeitskräfte gefragt, ansonsten geht der Trend aber in Richtung höher qualifizierte Berufe und Tätigkeiten.

Geschlechtertrennung bleibt aufrecht
Die Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt bleibt laut Prognose aufrecht: Sechs von sieben zusätzlich beschäftigten Frauen werden in "typischen" Frauenberufen Arbeit finden. Die Einrichtung einer ganztägigen flächendeckenden Kinderbetreuung werden zukünftig zu wichtigen politischen Aufgaben.

Geändertes Bildungskonzept gefordert
Der AK-Präsident verlangte auch als Reaktion auf die Strukturveränderungen in der Wirtschaft ein geändertes Bildungskonzept. Die Sozialpartner seien sich einig über verbesserte Frühförderung und Erstausbildung der Jugendlichen und Qualitätssicherung in den Schulen. In vielen Berufen werde künftig auch soziale Kompetenz zur Schlüsselfunktion werden.



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