Braunau distanziert sich von Hitler

„Ehrenbürger“

Braunau distanziert sich von Hitler

Wirbel nach Gerücht um Ehrenbürgerschaft – Stadtchef: „Offizielle Aberkennung“

Ist Adolf Hitler ausgerechnet in seiner Geburtsstadt Braunau noch Ehrenbürger? Um diese Frage ist seit gestern eine heiße Debatte entbrannt. Wie berichtet, hatte die Tageszeitung Kurier das Gerücht aufgebracht. Als Beleg für die angebliche Ehrenbürgerschaft wurden zwei Zeitungsartikel aus dem Jahr 1938 angeführt.

Gauleiter habe Hitler ein „Heimatrecht“ verliehen
In den historischen ­Archiven Braunaus habe man bislang keine Hinweise auf Hitlers Ehrenbürgerschaft gefunden, heißt es seitens Stadtgemeinde und Bezirkshauptmannschaft. Die Zeitungsartikel würden lediglich über die Verleihung eines Heimatrechts an Hitler berichten, sagt Vizebürgermeister Günter Pointner (SPÖ). Sobald Stadtchef Johannes Waidbacher aus dem Urlaub aus Italien zurück sei, werde ein endgültiger Schlussstrich unter die Causa gezogen. Am wahrscheinlichsten scheint ein formaler Gemeinderatsbeschluss auf Aberkennung einer allfälligen Ehrenbürgerschaft. Dafür hat sich auch Waidbacher aus seinem Urlaub ausgesprochen.

„Leiden unter dem Stigma des Geburtsortes Hitlers“
Derzeit würden Historiker der Gemeinde die im Raum stehenden Gerüchte prüfen. Die Braunauer würden die Sache lieber heute als morgen erledigt wissen: „Wir leiden unter dem Stigma, dass Hitler hier geboren ist“, sagt Bezirkshauptmann Georg Wojak.

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