Wirbel in OÖ: Schüler sollen Lehrer mit Bussi begrüßen

Empörung um Schul-Vorschrift

Wirbel in OÖ: Schüler sollen Lehrer mit Bussi begrüßen

Verrückt: Eine Wangenkuss-Regel sorgte für Aufregung in Oberösterreich. 

OÖ. Ein gedruckter Schulplaner mit Benimmregeln, den die Lehrer am zweiten Schultag, in der vergangenen Woche erstmals an ihre Schüler ausgaben, sorgte in Saxen, Oberösterreich für Empörung. darin hieß es: "Dem Ranghöheren obliegt allgemein die Wahl der Begrüßung – sei es eine freundschaftliche Umarmung, ein Wangenkuss, ein Zunicken oder eben ein Handschlag. Als Rangniederer fügt man sich der Wahl und erwidert die jeweilige Begrüßung", wie "nachrichten.at" berichtet. Die Eltern sollten den Schulplaner unterschreiben und damit zustimmen, dass Lehrer sich als Begrüßung von den Schülern ein Busserl einfordern dürfen.

Schule schafft "Bussi-Pflicht" wieder ab

Empröung. Die Eltern der NMS Saxen waren mehr als überrascht über den Schulplaner. Sie waren in Aufregung und verweigerten die Unterschrift, dass sich ihre Kinder von den "ranghöheren" Lehrern einfach auf die Wange küssen lassen müssen – auf Facebook gab es sogar einen Shitstorm gegen die Schule.

Direktorin Maria Reindl entschuldigte sich nun und die Vorschrift wurde wieder abgeschafft. "Ich bin erschrocken, als ich auf die unglückliche Formulierung aufmerksam wurde, wir haben das viel zu wenig reflektiert", sagt Direktorin Maria Reindl (54) gegenüber "nachrichten.at".

Lehrkraft kopierte Text aus Internet

Die Formulierungen wurden von einer Lehrkraft aus dem Internet kopiert. Dass "unzeitgemäße Formulierungen" darunter waren, fiel erst auf, als die Eltern Alarm schlugen. "In Zukunft werden wir die Benimmregeln mit den Kindern und Experten formulieren und früher den Eltern vorlegen", sagt Reindl. Es tue ihr persönlich leid, dass ihre Schule dadurch in Misskredit gekommen sei.  

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