26 Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen, eine gewerberechtliche Übertretung sowie vier Verstöße nach dem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz entdeckt.
Auf der Baustelle des geplanten Google-Rechenzentrums in Kronstorf hat die Finanzpolizei bei einer Schwerpunktkontrolle zahlreiche Übertretungen festgestellt. Das Bauvorhaben soll rund 18 Monate dauern und beschäftigt in Spitzenzeiten bis zu 700 Personen, was es zu einem der größten Projekte im Land macht.
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Bis zu 70.000 Euro Strafe
Während der Kontrolle, die in der Phase der Erdarbeiten und Fundamenterrichtung stattfand, wurden 31 Arbeitskräfte, überwiegend ausländischer Herkunft, überprüft. Dabei entdeckte die Finanzpolizei 26 Verstöße gegen sozialversicherungsrechtliche Bestimmungen, eine gewerberechtliche Übertretung sowie vier Verstöße nach dem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz. Hintergrund seien laut Behörden administrative Verzögerungen rund um den Jahreswechsel gewesen. Die Geldstrafen könnten sich auf rund 70.000 Euro belaufen, weitere Kontrollen sind angekündigt.
Viele Arbeiter ohne Arbeitsbewilligungen
Bereits zuvor waren auf einer Großbaustelle in Wels mehrere Verstöße aufgedeckt worden. Ein ausländisches Subunternehmen setzte mehrere Drittstaatsangehörige ohne Arbeitsbewilligungen ein. Fünf Arbeitnehmer und der Inhaber des Unternehmens wurden in Zusammenarbeit mit der Fremdenpolizei festgenommen. Gegen die Firmen drohen Strafanzeigen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz sowie dem Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz mit mehreren zehntausend Euro.
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) betonte, dass die Bekämpfung von Steuer- und Abgabenbetrug eine Frage der Fairness sei. Unternehmen, die Regeln missachteten, würden den Wettbewerb verzerren. Die Finanzpolizei plant weitere regelmäßige Kontrollen.