Die Unsicherheit über steigende Strom- und Gaspreise durch den Irankrieg wirkt sich auf die Nachfrage nach PV-Anlagen aus. Gefragt sind Anlagen mit 10 Kilowattstunden und heuer vor allem Speicher.
Preise leiden aktuell nicht oder noch nicht unter den Weltgeschehnissen, heißt es aus der Branche.
Selbst Strom erzeugen ist gefragter, denn je, sagt der Innungsmeister der Elektrotechniker in der Wirtschaftskammer OÖ, Stephan Preishuber. Jene Menschen, die jetzt wegen PV-Anlagen anfragen, würden speziell auf den Iran-Krieg verweisen, weil man ja nicht wisse, wie es weitergehe. Die Zahl der Aufträge sei noch nicht stark gestiegen, aber man merke doch eine deutlich höhere Nachfrage, so Preishuber und bei den Großhändlern werde bereits mehr Ware nachgeordert. Der bundesweite Fördercall startet am 23. April. Eingereicht werden können allerdings nur bereits abgerechnete Anlagen.
Regelrechter Boom bei Speichern
Während die Nachfrage nach PV-Anlagen groß ist, fällt vor allem ein regelrechter Boom bei Speichern auf. Derzeit werden doppelt bis dreimal so viele wie sonst nachgefragt, sagt Preishuber. Speziell bei den Speichern sei es so, dass sie jedes Jahr ein wenig günstiger werden: „Es ist jetzt aber nicht so viel günstiger, dass man sagt, nächstes Jahr spare ich mir zehn bis 15 Prozent – das nicht – aber die Speicher werden nicht wie die Inflation ist jedes Jahr etwas teurer, sondern die werden jedes Jahr ein bisschen billiger.“ Das liege daran, dass immer mehr produziert würden und es auch immer mehr Werke gebe. Dadurch würde die Produktion bei den Speichern einfach flüssiger laufen, sagt Preishuber.
Förderung für PV-Anlagen und Speicher
Beim anstehenden Fördercall können Förderung für PV-Anlagen und Speicher beantragt werden. Eine Förderung des Landes OÖ für das Nachrüsten mit Speichern für jene Anlagen, die bis Ende 2025 installiert worden sind, kurbelt die Nachfrage zusätzlich an. Diese Landesförderung von 150 Euro pro Kilowattstunde Speicher bringt für ein Einfamilienhaus etwa 1500 bis 2250 Euro Ersparnis.
PV-Module durch die Inflationsanpassung teurer
Anders als bei den Speichern sind die PV-Module durch die Inflationsanpassung teurer geworden – die Weltgeschehnisse haben den Preis bisher aber nicht weiter in die Höhe getrieben, sagt Preishuber: „Wenn der Iran-Krieg morgen aus ist, dann werden wir kein Problem haben. Aber wenn das schlimmer wird, dann kann es natürlich zu einem Engpass kommen.“ Momentan sei noch alles verfügbar.Wer heuer vorhabe, eine PV-Anlage zu installieren, sollte aber zeitnah zu seinem Elektriker gehen, damit die Arbeiten auch eingeplant werden können. Laut Preishuber rentiert sich eine PV-Anlage nach sieben bis 15 Jahren – mit Speicher dauert es länger. Eine genaue Abschätzung sei wegen der Entwicklung der Energiepreise schwierig.