Dramen-Klassiker

"Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht": Woyzeck-Premiere

Durch die Kriegsdimension des Dramas steht Woyzeck derzeit auf vielen Spielplänen.  

Linz. Schauspieldirektor David Bösch widmet sich in dieser Saison mit "Woyzeck/Marie" einem bedeutenden Werk der deutschen Dramenliteratur und zeigt es als ein von Versehrten und verlorenen Seelen bevölkertes Endzeitszenario. „Woyzeck/Marie“ in der Regie von Bösch feiert Premiere am Samstag, 28. Februar im Schauspielhaus. 

Woyzeck, ein einfacher Soldat, dient einem Hauptmann als Barbier. Von dem Lohn kann er seine Geliebte Marie und das gemeinsame Kind nicht ernähren, also verdingt er sich zusätzlich als medizinisches Versuchsobjekt. Die Folgen der Versuche schwächen den ohnehin vom Leben Gezeichneten so sehr, dass er sich mehr und mehr in einer Welt von Wahnvorstellungen verliert. Zumal der Tambourmajor längst ein Auge auf Marie geworfen hat und nichts unversucht lässt, sie zu erobern. Und so schreitet Woyzeck schließlich zur Tat.
"Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht", zählt zu den berühmteste Worten aus Georg Büchners Feder.

Während des Vorstellungszeitraums von Woyzeck findet die Ausstellung ERBSEN ZÄHLEN statt, die zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Schauspielhauses gezeigt wird.Dafür haben Studierende der Kunstuniversität Linz unter Leitung von Stefan Brandtmayr eigene Projekte zu Motiven aus Georg Büchners Dramenfragment und Gerhild Steinbuchs Zusatztext erarbeitet.Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, den 28. Februar um 18.30 Uhr im Foyer des Schauspielhauses statt. Der Eintritt ist frei.

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