Erste Ergebnisse der Spurensicherung

Kugelbombe tötet 17-Jährigen: Überraschende Wende im Fall

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Die ersten Ergebnisse der Spurensicherung sind da und legen interessante neue Details offen.

OÖ. Heute wäre ­David D. 18 Jahre alt geworden. Er freute sich auf seinen Geburtstag, wollte mit Freunden noch einmal Silvester als Jugendlicher ausgefallen feiern. David D. ist tot. Zuerst ging man davon aus, dass die Kugelbombe explodierte und ihm in der Neujahrsnacht seinen Kopf zerfetzte. 
 

Neue Details

Keine Explosion. Jetzt sind die ersten Ergebnisse der Spurenanalyse da und bergen völlig neue Details. Die Kugel sei ganz regulär aus dem Abschussrohr geflogen und habe den jungen Mann dann am Kopf getroffen. Dieser Hergang ergebe sich daraus, dass das Abschussrohr unversehrt geblieben sei, und passe auch zu den Brüchen im Kopfbereich, die der 17-Jährige erlitten habe, wird der Rieder Staatsanwalt Alois Ebner zitiert. Der 17-Jährige soll also nicht durch eine Explosion getötet worden sein, sondern durch stumpfe Gewalt.
 
 
Der tödliche Unfall mit einer Kugelbombe in der Silvesternacht im Innviertel ist auf einen "Anwendungsfehler" des 17-jährigen Opfers zurückzuführen. Das ergab die Analyse des Spurenbildes, bestätigte Alois Ebner von der Staatsanwaltschaft Ried am Freitag einen Medienbericht.
 
Offenbar hatte der Bursch die Wucht der Rakete unterschätzt, die laut Analyse mit 80 Metern pro Sekunde - was 288 km/h entspricht - in die Höhe schoss. Der Teenager, der sie gezündet hatte, "befand sich mit dem Oberkörper in der Flugbahn", erklärte Ebner. Für den 17-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.
 
Noch sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in dem Fall aber nicht abgeschlossen. Woher der Bursch den Feuerwerkskörper hatte und welcher Bauart er war, stand am Freitag nicht fest.
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