Seit 2020

LRH: Bad Hall ist das Sorgenkind unter den Thermen

Im Prüfungszeitraum 2019 bis 2024 war die Unternehmensgruppe von der Pandemie und hohen Energiepreisen betroffen. Während die Lage in Bad Schallerbach wieder sehr gut und in Bad Ischl wieder stabil ist, bleibt die Situation in Bad Hall schwierig.   

. Die Eurothermen-Gruppe benötigt eine neue Unternehmensstrategie. Dazu rät der Landesrechnungshof (LRH) in seinem neuen Prüfbericht. Die Eurothermen-Gruppe ist unbestreitbar ein wichtiger Tourismusbetrieb und Arbeitgeber in Oberösterreich – mit rund 1,3 Millionen Gästen jährlich und 663 Vollzeitarbeitsplätzen, allerdings sieht der LRH große finanzielle Herausforderungen – vor allem am Standort Bad Hall. Der LRH empfiehlt eine Neuausrichtung - das letzte Gesamtkonzept „OÖ Thermenstrategie 2010“ ist 16 Jahre alt. Es brauche eine neue Unternehmensstrategie für die gesamte Gruppe sowie Detailkonzepte für die jeweiligen Standorte. 

Der Bad Haller-Standort schreibt laut SPÖ seit 2020 durchgehend Verluste und ist auf laufende Unterstützung des Landes angewiesen. „Was nicht passieren darf ist, dass die Landesregierung zuschaut, während ein landeseigener Betrieb Verlust um Verlust schreibt“, heißt es aus der SPÖ. 

Der LRH sieht Potenzial in einer stärkeren Standardisierung und organisatorischen Bündelung standortübergreifender interner Verwaltungsaufgaben (z. B. in den Bereichen IT, Rechnungswesen oder Personalverrechnung).  

Größere Sanierungen, Energieeffizienzmaßnahmen und die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung stellen die Unternehmensgruppe in den kommenden Jahren vor finanzielle Herausforderungen. Der LRH fordert eine fundierte Investitionsplanung im Einklang mit der künftigen Gesamtstrategie sowie eine Erhöhung der Eigenfinanzierungskraft, um den Bedarf an öffentlichen Mitteln so gering wie möglich zu halten.

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